"Überflüssige Schaumschlägerei"

SPD gegen Sperrung der B 276 für Motorräder

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Laubach(pm). Als "überflüssige Schaumschlägerei" bezeichnete Laubachs SPD-Vorsitzender Hartmut Roeschen vor Mitgliedern seiner Fraktion die Absicht bzw. den Resolutionsantrag der Freien Wähler, beim Land eine Sperrung der B 276 für Motorradfahrer am Wochenende zu erwirken. Erst wenn alle anderen Maßnahmen nicht zum Erfolg führten, sei ein solch massiver Eingriff in Grundrechte angesagt. Wie es in der Pressemitteilung weiter heißt, fordere die SPD stattdessen strikte Geschwindigkeitskontrollen der Polizei mit sofortigem Kassieren des Bußgeldes. Motorräder ohne gültige Betriebserlaubnis müssten gleich stillgelegt werden.

Den Freien Wählern gehe nicht so sehr um die Sache, sie wollten mit ihrer Resolution im Stadtparlament vielmehr von ihrer eigenen Uneinigkeit ablenken. Roeschen verweist dazu auf den "Willen von Bürgermeister Klug und Stadtverordnetenvorsteher Kühn", städtischen Grund an Hessen Mobil abzutreten, damit die Strecke begradigt werden kann. Dies sei im Ausschuss abgelehnt worden, auch von FWlern, würde doch die Straße so noch schneller gemacht. Die Resolution sei nur der Versuch, innerparteiliche Risse zu übertünchen. Das Problem von zu schnellen Motorrädern auf der B 276 gebe es seit Jahren. "Da ist es schon ziemlich seltsam, dass die Freien Wähler erst dann auf die Idee der Streckensperrung kamen, als Hessen Mobil auf den Plan trat."

Überlegungen des Polizeipräsidiums Mittelhessen zur B 276 lesen Sie auf Seite 33.

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