Fremdensitzung des KV Laubach in voll besetzter SKH

Laubach (fp). Nicht die Colts rauchten am Samstag in Laubach, sondern zahlreiche Programmpunkte knallten bei der Prunkfremdensitzung des KVL 1908 über die Bühne der voll besetzten Sport- und Kulturhalle – getreu dem Motto "Laubacher Westernshow". Viereinhalb Stunden boten die Aktiven bunte Narretei.

Vor allem die Tanzdarbietungen begeisterten das Publikum.Die Moderation oblag Sitzungspräsident Peter Haarhoff sowie Vize und Ex-Prinz Diddi Nitschke. Letzterer eröffnete den bunten Reigen mit einer Darbietung am "Klavier". Unter den Klängen des Fanfarenzuges Laubach empfing die Narrenschar sodann das kleine Prinzenpaar. Johannes I. und Prinzessin Amabel I. (Johannes Bigdun und Amabel Hundeborn) enthüllten den wahren Grund, warum es dieses Jahr kein großes Regentenpaar gibt: "Beim KVL wird gespart, die Kassen sind leer, deshalb müssen die Kleinen her".

"Ne Cowboy-Transe!"

Den einen fand sie zu dürr und rappelig, der andere gefiel ihr: Olga Orange bezog in ihrer Travestieshow das Publikum kräftig mit ein und sorgte so für Stimmung. Beim "Tête-à-Tête" mit Präsident Peter Haarhoff folgte ob seiner lackierten Fingernägel der Spruch: "Ach du meine Güte, ne Cowboy-Transe".

In der ersten Büttenrede streifte Jörn Helbig die Bundespolitik. Die Frage sei doch, ob eine Partei wie die FDP, der es so schlecht gehe, den Bundesgesundheitsminister stellen dürfe. – Die Große Garde des KVL bot nun den ersten tänzerischen Höhepunkt, einstudiert von Meike Römer und Janina Jeretzky.

Klatsch und Tratsch aus Laubach verkündeten Gitti de Voss und Diddi Nitschke bei ihrem "Engelsbrunnengeschwätz". Sie wussten dass der Marterpfahl am Marktplatz nicht dem KLV-Motto geschuldet ist, sondern die Überreste des Weihnachtsbaums seien. Weiter: Das Einkaufen werde bald für Fußgänger aus der Altstadt Stunden dauern, wenn erst der letzte Vollsortimenter geschlossen habe. Beide streiften auch das sattsam bekannte "Mauernscheasser-Gedetz", heißt den Streit über die vorübergehend anstößige Figur am Marktplatz.

Dann der Bericht von Bürgermeister Klug, der als "trojanisches Pferd" Grünberg erobern wollte: Für "teuer Geld" habe er sich einen "grohe Wams" gekauft, sei jedoch aufgeflogen und habe trotz der hohen Investition beim Gallusmarkt-Frühschoppen nicht auf die Bühne gedurft. In Laubach sei man viel sozialer, der Ide dürfe mit Hut und Stock beim Ausschuss mitlaufen, auch lasse man die "Grimmicher" im Laubacher Hallenbad schwimmen, habe außerdem einen Ex-Grünberger als Sitzungspräsidenten. Aufgedeckt wurde auch das Malheur des Musikvereins: Die Aktiven hatten für ein Schlossparkkonzert Kuchen gebacken und Tische aufgestellt. Bei bestem Wetter fanden sich Besucher aus nah und fern ein, plötzlich wurde wieder alles abgebaut.

Große Garde ganz groß

"Es wurde gescholle, es wurd’ gelacht, der Bürgermeister eingeschaltet". De Voss stellte den Grund fest: Auf einem Plakat einer früheren Veranstaltung stand: "Das Konzert fällt heute wegen schlechtem Wetter aus".

Für den Showtanz "Rumpelstilzchen" forderte das Publikum eine erste Zugabe von der Midigarde (Einstudierung Fabienne Pülm und Sabrina Haarhoff). Zahlreiche Probleme mit ihrem "Altargeschenk" förderte das "oberhessische Urgestein" Jutta Daubertshäuser aus der Bütt zutage. In Sachen "Diät" gestand sie ein, beim Joggen Setzrisse am Taufstein auf dem Hoherodskopf verursacht zu haben. –Den Saal zum Brodeln brachten die "KVL-Old-Stars". Mit ihrer Playback-Parodie auf aktuelle Songs und Hits der NDW "jagten" sie das Publikum auf die Stühle.

Als "Pariser" erzählte Ralf Gontrum aus Ruppertsburg seine Erlebnisse bei einer Deutschland-Reise. Seine ersten Probleme hatte er bei einer Polizeikontrolle. Von seiner Frau wurde er dabei "in die Pfanne gehauen", traten doch Mängel beim Anschallen, Tempo und mit dem Alkohol auf. Mit "Hier ist heut der Teufel los", ließ "de Owerhesse" Heinz Fleischhauer musikalisch die Fetzen fliegen und lud die Narrenschar zu einer weiteren Schunkelparty ein.

Mit dem Showtanz "Jacko goes to Hollywest" heimste das KVL-Männerballett "Schwungrad’s Anna" die erste Rakete ein und kam um eine Zugabe nicht herum. Rebekka Kristen hatte den Tanz mit den Männern eingeübt.

Eine weitere Zugabe war für den Showtanz "Im Saloon" der großen Garde des KVL gefordert. Mit einer tollen Darbietung stimmten die Tänzerinnen eindrucksvoll auf das Programmende ein, einstudiert von Fabienne Pülm und Meike Römer.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare