Feiertag für Jazzfreunde

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Laubach (dis). Das war ein rundum besonderer Abend im »Eventgarten« von Burkhard Fritz: Rund 150 Freunde des Jazz aus nah und fern waren am Samstag angereist, um die Blues-Legende Khalif Walters mit seiner Band alias Adrian Müller (Gitarrist) aus Münster und Björn Puls (Schlagzeug) aus Hamburg sowie als Stargast den aus Laubach stammenden Saxofonisten Philipp Gerschlauer hautnah erleben zu können.

Cake Records Recordings Artist Khalif Wailin’ Walter gehört zur neuen Generation von Chicagos jungen Blues Musikern, die die tiefe Tradition weiterführen. Als Gitarrist, Sänger, Bandleader, Songwriter und Arrangeur tourte Khalif in den letzten Jahren unter den Fittichen seines Onkels und Mentors Carl Weathersby weltweit auf zahlreichen Festivals. Er teilte die Bühne mit zahlreichen Blues-Größen, darunter der Grammy Award-Gewinner Taj Mahal. Seine variable, stechende und singende Gitarrenarbeit erinnert an die Blues-Größen Otis Rush, Albert King, Lonnie Brooks und Albert Collins. Daran wird deutlich, dass Khalifs Musik fest in der elektrischen Blues-Gitarrentradition von Chicago/Texas verwurzelt ist. Mit modernem Funk und innovativen Arrangements durchdrungen kreiert er seinen eigenen einzigartigen Sound. Sein temperamentvoller Gesang ist in einem Moment sanft und verführerisch und im nächsten Moment leidenschaftlich, mit dem er ein ums andere Mal sein Publikum auch in Laubach mitriss.

Zu hören waren im ersten Teil des Konzerts unter anderem Titel wie »Mercy, Mercy, Mercy«, »Route 66« und »Ghost Train«. Immer wieder gab es begeisterten Applaus. Khalifs kleine Tochter Maja stellte mit dem Beatles-Titel »Can’t Buy Me Love« ihr Gesangstalent unter Beweis. Im zweiten Teil kamen besonders Titel wie »Tenor Madness«, »Superwoman«, »Keep on Loving Me« und »Can You Feel My Groove« gut beim Publikum an, welches das Ensemble nicht ohne zwei Zugaben entließ.

Imposant war das Zusammenspiel der Formation, die sich nach nur drei gemeinsamen Proben als eine harmonische Einheit präsentierte.

Neuauflage 2022 in Aussicht gestellt

Der international bekannte Musiker Philipp Gerschlauer zog 2012 nach New York City. An der New York University hatte er sein Masterstudium »Jazzsaxofon« bei Schlagzeuger Tony Moreno, Saxofonist Chris Potter und Vibrafonist Stefon Harris erfolgreich abschgeschlossen. 2007 gründete Gerschlauer die Band »Besaxung« mit Felix Roßkopf, Thomas Sauerborn und Oliver Lutz (für den dann 2012 Reza Askari einwechselte). Als Bandleader veröffentlichte er mit dieser Band die CDs »Besaxung« (2009), »Hotzenwald« (2011) und »Go!« (2014). Heute lebt Gerschlauer mit seiner Lebensgefährtin in Berlin und hat eine Tochter.

Hausherr Burkhard Fritz versicherte in seinem Schlusswort, sollte das Festival »Blues, Schmus, Apfelmuss« im Laubacher Schlosspark auch 2022 ausfallen, könne man wieder mit dem kleinsten hessischen Bluesfestival in seinem »Eventgarten« rechnen.

Am kommenden Samstag um 19 Uhr wird Vassily Dück die Besucher an gleicher Stelle in die Welt des Akkordeons entführen.

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