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Ran an die Äxte! Die Zuschauer dürfen sich auf spannende Wettkämpfe freuen.

Europas Axtwerfer zieht es nach Münster

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Laubach (con). Wikinger und Axtfreunde aufgepasst: Vom kommenden Donnerstag an bis Sonntag (20. bis 23. Juni) laden die Axtwerfer der "Asgard Throwers" zum "Asgard Cup" auf ihr Vereinsgelände am Ortsrand von Münster ein. Das internationale Turnier wurde nach der Axtwurf-Weltmeisterschaft 2017 in Münster entwickelt, da Teams aus der ganzen Welt nach einem weiteren Turnier der heimischen Axtwerfer gefragt hatten. Nun werden sich dort 65 Axtwerfer aus ganz Deutschland, aber auch aus anderen europäischen Ländern einfinden. Erstmals dabei sind auch zwei Teilnehmer aus Frankreich.

Vereinsheim nach Wikinger-Art

Erstmals steht am Donnerstag (Fronleichnam) ein Familientag an. "In den vergangenen Jahren kam es immer wieder einmal vor, dass interessierte Personen das Axtwerfen ausprobieren wollten, aber kein Sportler vor Ort war, um sie an die Hand zu nehmen und in die Technik einzuführen", berichtet Vereinsvorsitzender Pierre Kaminski. Deshalb hat der Verein einen Tag eingerichtet, der nur dafür zur Verfügung steht. Am Freitag findet die Qualifikationsrunde statt und am Samstag die Mannschaftswertung, bevor es am Sonntag in die Finalrunde geht.

Am Vereinsgelände werden einige Marktstände aufgebaut. Für die jungen Besucher stehen einige Spielgeräte zur Verfügung, und auch für das leibliche Wohl wird gesorgt.

Ansonsten liegen aufregende Wochen und Monate hinter den "Asgard Throwers": Bei Meisterschaften in Tschechien und Schottland konnten die Mittelhessen demonstrieren, dass ihre Werfer zur Weltspitze gehören: Bei beiden Turnieren stellten die Throwers nicht nur die Siegermannschaft, sondern mit Udo Hoffmann und Ralf Gummersbach auch die besten Einzelwerfer. "Beide Turniere liefen einfach super", sagt Kaminski.

Eine weitere große Änderung nahm im Frühjahr auf dem Axtwurfgelände in Münster ihren Anfang: Gemeinsam mit den "Doppelaxtfreunden Rippolingen", den "Black Forest Throwers" und den "Markgräfler Doppelaxtwerfer" gründeten die "Asgard Throwers" hier den Deutschen Axtwurfverband Deutscher Doppelaxtwerfer Verband (DDWW). Dessen Hauptaufgabe wird sein, ein Ansprechpartner für andere Vereine und Einzelwerfer zu sein sowie die Termine auch auf internationaler Ebene zu koordinieren. "Da es immer mehr Zuwachs in unserem Sport gibt, brauchen wir den Verband", berichtet Kaminski, der in der Gründungssitzung zum Verbandspräsidenten ernannt wurde. "Außerdem wird es früher oder später auch einen Weltverband geben - dazu bedarf es aber erst der Landesverbände". Daneben hat der Verband auch die Aufgabe, die Turnier-Termine zu koordinieren: "Mittlerweile gibt es 15 Vereine allein in Deutschland. Das führt dazu, dass an vielen Wochenenden Turniere stattfinden, die dann in Konflikt mit internationalen Meisterschaften stehen", erklärt Kaminski, und: "Das muss besser koordiniert werden, damit jeder Sportler möglichst viele Turniere besuchen kann".

Auch optisch hat sich einiges auf dem Vereinsgelände in den letzten Monaten verändert: Nach und nach haben die "Asgard Throwers" ihr Vereinsheim in ein Langschiff ganz im Stil der Wikinger verwandelt - ein Segel und Rundschilde werden in den nächsten Wochen noch folgen.

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