Vortrag in Freienseen

Erinnerung an Schicksal der Wilddiebe von 1923

  • vonJutta Schuett-Frank
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Laubach(sf). Aus früheren Zeiten berichtete Karl Krautwurst dieser Tage vor rund 20 Zuhörern in der Dorfschmiede in Freienseen. 1923 gingen ein Optiker-, ein Maurer- und ein Steinmetzmeister auf die Jagd - ohne Genehmigung, für den Eigenbedarf. Förster Melchior hatte die drei erwischt und einen der Männer erschossen. Einer der Diebe wurde vier Jahre im Gefängnis festgesetzt, der andere ging mehrere Monate hinter Gitter. Förster Melchior wurde freigesprochen.

Günther Labuda, Vorsitzender des Laubacher Seniorenbeirats, hatte eingangs die Besucher in der Dorfschmiede begrüßt. Rolf-Jürgen Löffler berichtete dann ebenfalls über 1923, welches auch im politischen Gesamtbild für Deutschland ein besonderes Jahr war: "Konrad Adenauer wollte das Rheinland an die Franzosen verschachern, die Gelddruckmaschine der Regierung lief ins Unendliche", brachte Löffler in Erinnerung.

Im Anschluss referierte Kurt Orth über Amphibien, die ältesten landlebenden Wirbeltiere des Planeten. Diese hätten den Untergang der Dinosaurier überlebt, nun seien sie selbst in Gefahr. "Ein mysteriöses Sterben ist im Gange - Schuld daran ist auch eine todbringende Pilzepidemie", so Orth. Der Chytridpilz sei eine der wichtigsten Ursachen für das globale Amphibiensterben. Spätestens seit den Achtzigerjahren raffe dieser Erreger massenweise Frösche, Kröten und Molche hin.

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