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»Saxism« alias (v. l.) Martin Zörb, Alexander Fischer, Bernd Niesner und Oliver Völzel.

Energiegeladene Mixtur

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Laubach (usw). Geschüttelt, nicht gerührt war die »Mixtur«, eine Reihe mit drei Konzerten rund um die Orgel in der evangelischen Stadtkirche. Den krönenden Abschluss bildete das Grünberger Saxofonquartett »Saxism« am Samstagabend. Die Bläser setzten die Kirche mit packender Energie und schmeichelndem Wohlklang unter wohlige Spannung und berührten die Herzen der Zuhörer.

Geballte Spielfreude

An der Orgel agierte versiert und mit Herzblut der Schottener Dekanatskantor Kiwon Lee. Es gab ein gemischtes Programm von Solo- und Ensembletiteln. Los gings mit Martin Zörb (Sopran, Alt), Alexander Fischer (Tenor), Bernd Niesner (Bariton) und Oliver Völzel (Alt). Die erfüllten bei »Saxism« (Niehaus) mit Feuer und toller Wärme die Kirche sogleich bis unters Dach - vier Saxofone können ganz schön laut sein. Man konnte die in Monaten aufgestaute Spiellust geradezu körperlich spüren.

»Tale for the late evening« (Matejczek) musizierten sie dann ruhig, behutsam angejazzt und etwas eigentümlich: schön. Wunderbar spritzig perlte Händels »Feuerwerksmusik« ins Haus, und die Grünberger beeindruckten mit enormer Sicherheit, glasklarer Transparenz und packender Leidenschaft des Spiels.

Auch diesmal kamen wieder Licht und exzellenter Ton von Radioaktiv, das Konzert wurde gesponsert von der Sparkasse. Lee überzeugte an der Orgel mit »Gathered together in the love of God«, und gemeinsam mit den Bläsern erklang der »St. Louis blues« mit reizvoller Klangsynthese. Erstes, doch nicht letztes Glanzlicht des Abends war der fast ausgerastet schwungvolle Klassiker »Bei mir biste scheen«, verziert mit einem witzigen Schluss.

Krönender Abschluss des Abends und der ausverkauften Reihe war ein getragenes »Air« (Bach), das mit ruhiger Fülle und perfekter Geschlossenheit noch einmal großen Eindruck machte; schön »orgelig« angelegt. Mehr als ausreichenden Schwung für den Heimweg erhielten die motiviert mitklatschenden und sogar -schnipsenden Zuhörer schließlich mit einem sehr schmissigen »In the mood«.

Das konnte man getrost mit nach Hause nehmen.

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