Einsam und verlassen: der Waldkindergarten des Oberhessischen Diakoniezentrums in Freienseen. FOTO: TB
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Einsam und verlassen: der Waldkindergarten des Oberhessischen Diakoniezentrums in Freienseen. FOTO: TB

Bürgermeisterwahl Laubach

Eltern schlagen Alarm

  • Thomas Brückner
    vonThomas Brückner
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Laubach(tb). Ernüchternd sind die Eindrücke, die der Besucher des kreisweit ersten Waldkindergartens in Freienseen erhält. Die Natur holt sich die Fläche am Müllerweg so langsam zurück; geschieht hier nichts, wird dereinst nur das unvermeidbar unverrottbare Bobbycar übrig bleiben.

Seit dem Sommer ist die Waldgruppe des Oberhessischen Diakoniezentrums (OD) dicht. Kein Bedarf, waren doch alle Jungen und Mädchen zum "Naturkindergarten Seenbachtal e.V." gewechselt.

CDU/FW: Auf Konzept warten

Was die Anmutung eines "lost places" verstärkt: Zwar wurden zur Gefahrenabwehr - seit Jahresbeginn durfte der angrenzende Wald nicht betreten werden - Dutzende Bäume gefällt, doch nicht abgefahren. Die Restarbeiten hat die Stadt fürs Erste storniert.

Nachvollziehbar, angesichts des Antrags der CDU/FW-Mehrheit im Stadtparlament: Danach sollen - bis zur Vorlage der "Ausbauplanung Kindergärten" - keine Anmeldungen entgegengenommen, soll nichts mehr in den Hort investiert werden.

Der Stornierungsantrag hat beim Freienseener Elternbeirat die Alarmglocken schrillen lassen. In einem Brandbrief an die Fraktionen wird zunächst auf den Fehlbedarf von laubachweit 115 Plätzen, die komplette Belegung der Hausgruppe, auf den Bevölkerungszuwachs verwiesen - und v.a. auf den Elternwunsch nach Reaktivierung der Waldgruppe. Dass die nach Eröffnung des Naturkindergartens zunächst leer blieb, sei doch klar. Inzwischen aber gebe es eine Warteliste mit neun Namen, davon zwei Zweijährige, auch kämen bei einer Wiedereröffnung weitere hinzu. Es könne doch nicht das Interesse der Stadt sein, eine bestehende Einrichtung dem Verfall anheim zu geben.

"Es geht allein darum, kein Geld in eine Infrastruktur zu investieren, bevor feststeht, wohin die Reise geht", warb am Dienstag Joachim M. Kühn (FW) in der Sitzung des Hauptausschusses für den CDU/FW-Antrag. Und auch Unionssprecher Björn Erik Ruppel mahnte, doch auf die Ausbauplanung zu warten. Womit er auf den Parlamentsbeschluss vom Juni abhob, wonach der Magistrat bis November ein Konzept vorlegen soll. Verbunden mit diesen Prämissen: dauerhafter Fortbestand der OD-Waldgruppe Freienseen von Belegung abhängig; Planung einer zweigruppigen Einrichtung in Gonterskirchen (Fehlbedarf 44 Plätze); Nutzung eines städtischen Gebäudes in Laubach.

Ob der CDU/FW-Vorlage zeigte sich Michael Köhler (Grüne) alles andere als "amused". Er erinnerte an erwähnte Prämissen, an die vom Stift bestätigte Nachfrage. Ein Anmeldestopp bedeutete das Aus. Und: Laut OD-Geschäftsführer Klein brauche es für die Restarbeiten 10 000 Euro. "Für 20 Plätze - fast geschenkt."

Grüne: 10 000 Euro für Restarbeiten

Für eine Verbesserung in Gonterskirchen solle man kein bewährtes Konzept umstoßen. Köhler: "Die Eltern bitten um Hilfe, und wir wollen da weiter Bürokratie betreiben?!" Sein Vorschlag: "Goki" weiter planen, aber zugleich die Waldgruppe rasch wiedereröffnen, Anmeldungen entgegennehmen.

Nicht anders Dirk Hofmann (FBLL): "Mit dem Antrag wird Freienseen plattgemacht. 10 000 Euro für die Instandhaltung sind bei einem 17-Millionen-Etat tragbar. Man sollte auch nicht die beiden Stadtteile gegeneinander ausspielen."

Am Ende strichen CDU/FW den Anmelde-, nicht aber den Investitionsstopp aus dem Antrag. Mit 5:5 Stimmen erhielt der dennoch keine Mehrheit - im Plenum freilich sind die "Machtverhältnisse" andere.

Laubach(pm). Der Anschluss an die "Datenautobahn" sei das erste, aber längst nicht das einzige Thema gewesen, heißt es eingangs einer Pressemitteilung von Bürgermeisterkandidat Matthias Meyer (unabhängig) über seinen Termin in Altenhain. Schnelles Internet gehöre heute zur selbstverständlichen Infrastruktur, wie Wasser, Strom oder Müllabfuhr.

Als Neu-Laubacher habe er nicht verstanden, dass hier nicht schon lange entschieden gehandelt wurde, habe dies sofort ganz oben auf seine Agenda gesetzt. Erste Früchte sieht Meyer in den jüngsten Beschlüssen der Fraktionen. Solidarisches Verhalten beginne sich zu entwickeln. Das Miteinander stellt der 50-Jährige nicht zufällig ins Zentrum seiner Kampagne. In seiner langjährigen erfolgreichen beruflichen Laufbahn sei immer klar gewesen, das neben unabdingbarer Entscheidungskraft, Fachkompetenz und zielgerichtetem Handeln Teamplay fürs Erreichen ambitionierter Ziele wichtig sei. In Laubach habe man das am Naturkindergarten beobachten können.

Vor rund 40 Zuhörern stellte Meyer vor dem DGH seine Person und Motivation für seine Kandidatur vor. Kernbotschaft: "Wir alle müssen uns als Laubacher sehen." Natürlich sei jeder Stadtteil in seiner Unterschiedlichkeit gerade das, was ein Gemeindewesen ausmache. Aber Handeln müsse man solidarisch, auf dass die Unterschiedlichkeit zur segensreichen Ressource werde.

Weitere Themen waren Überlegungen zu einer Bürgerenergiegenossenschaft, damit mehr Solaranlagen auf die Dächer kommen, überhaupt eine Verstärkung der Bemühungen für effizienteren Klimaschutz. "Wir helfen damit nicht nur Insulanern im Südpazifik, sondern unserem heimischen Wald, der die letzten Jahre unter den Wetteränderungen extrem leidet." Verbesserung der ÖPNV-Anbindung, Naturschutz und Nahversorgung wurden ebenso gestreift wie die Anbindung an das weiter auszubauende Radverkehrsnetz, das für Laubacher wie den weiter zu entwickelnden Tourismus wichtig sei. Für die alte Schule sollte ein tragbares Konzept erstellt werden, damit die Stadt dies effizient unterstützen könne. FOTO: PM

Grünberg(pm). Unter dem Motto "Kinder erobern die Straßen" rief Unicef zum Weltkindertag alle Kinder auf, ihre Wünsche mit Kreide auf die Straßen zu malen. In Grünberg wurde diese bunte Aktion unterstützt. Das Kinder- und Jugendbüro hatte mit dem Weltladen Kinder und Familien eingeladen, sich vor der Stadtkirche an der Aktion zu beteiligen. Jedes teilnehmende Kind hat eine eigene kleine Tüte mit Kreide erhalten, welche von der Grünberger Werbegemeinschaft (GWG) zur Verfügung gestellt wurde. Die Kinder verwandelten den Platz vor der Kirche in ein buntes Kunstwerk aus Wünschen.

Neben Wünschen wie Eiscreme oder Rennauto waren Mobilität und Infrastruktur Thema. Die Kinder wünschen sich mehr Fußgängerüberwege, gerade auf viel befahrenen Straßen wie der B 49 oder der Rabenaustraße durch Beltershain. "Wenn ich vom Baumgartenfeld ins Brunnental möchte, ist es ganz schön schwierig, sicher über die Straße zu kommen" oder "Mit dem Fahrrad weiß ich manchmal gar nicht, wie ich fahren soll. Es sollte mehr gute Radwege geben", hieß es. Auch einen Fahrradweg rund um den Eisteich, eine Kletterwand und einen Abenteuerspielplatz wünschten sich die Kleinen.

Grünberg/Mücke(pm). Zum Liturgischen Nachtspaziergang "Ich bin bei dir, dass ich dir helfe." lädt das evangelische Dekanat Grünberg für Samstag, 26. September, ein. Beginn ist um 19.30 Uhr vor der Kirche Ober-Ohmen. Um 20 Uhr führt der Spaziergang nach Unter-Seibertenrod, wo gegen 21 Uhr das Nachtgebet (Komplet) auf dem Vorplatz der Kirche gefeiert wird.

Gemeinsam die Ruhe des Abends und der Nacht erspüren und erleben, miteinander ein Stück Weg gehen und mit anderen singen, loben und beten - das erleben Teilnehmer an den Spaziergängen. Die Mitglieder des Kirchenmusikalischen Ausschusses des ev. Dekanats Grünberg mit Dekan Norbert Heide freuen sich auf eine rege Teilnahme.

Laubach(pm). In der Mitgliederversammlung der FDP Laubach am Mittwochabend habe Florian Kempff (FDP) mit einer überzeugenden Darlegung seiner Motivation und der Vorstellung seiner Ideen zur Verbesserung der Situation Laubachs für die Unterstützung seiner Bewerbung um das Bürgermeisteramt geworben, heißt es in einer Pressemittelung von Laubachs Liberalen.

Aufgrund der kurzfristigen Aktualität sei ein ordnungsgemäßer Beschluss nicht mehr möglich gewesen. "Wir haben uns aber entschlossen, Herrn Kempff nach besten Kräften zu unterstützen, und hoffen auf ein erfolgreiches Abschneiden."

Laubach: Heute Herbst-Waldbaden- Im Rahmen der hessenweiten Veranstaltungsreihe "Tag der Regionen" wird heute ein Herbst-Waldbaden von 15 bis 18 Uhr angeboten. Weitere Informationen und Anmeldungen beim Kultur- und Tourismusbüro der Stadt Laubach, Bahnhofstraße 1, Telefon 0 64 05/92 13 21 oder E-Mail an tourist-info@laubach-online.de.

Hungen: VHC wandert- Der VHC Hungen bietet am Montag, 28. September, eine Wanderung in der Hungener Gemarkung an. Nicht länger als vier Kilometer, ist sie daher auch für Senioren, die nicht so geübt sind, geeignet. Treffpunkt mit Fahrzeugen und Schutzmaske um 14 Uhr an der Hungener Stadthalle.

Lich: Schnuppersitzung des Kirchenvorstands- Am Sonntag, 13. Juni 2021, findet auf dem Gebiet der evangelischen Kirche in Hessen und Nassau die Kirchenvorstandswahl statt. Aus diesem Grund lädt die evangelische Kirchengemeinde Langsdorf Interessierte aus Langsdorf zu einer Schnupper-Kirchenvorstandssitzung ein. Diese beginnt am Montag, 28. September, um 19 Uhr und soll etwa eine Stunde dauern.

Langgöns: Straße gesperrt- Weil eine Glasfaserstation mit einem Mobilkran eingesetzt wird, ist die Gemeindestraße Rottweg in Lang-Göns im Bereich der Hausnummer 26 am Dienstag, 29. September, von etwa 8 bis 13 Uhr gesperrt. Eine Umleitung wird eingerichtet. pm

Grünberg(fp). Dank zahlreicher regionaler Partner nahm der Helferverein des Technischen Hilfswerks Grünberg einen Festanhänger in Empfang. Bei der Übergabe auf dem THW-Gelände dankten Vorsitzender Dietmar Marx und der Grünberger Projektleiter Thorsten Köhler für die Unterstützung.

Ausgerüstet mit acht Sitzgarnituren, einem Gasgrill, Kühlschrank und Zelt-Pavillon bietet das neue "Anhängsel" eine gute Möglichkeit, bei Übungen, in der Jugendarbeit sowie bei besonderen Anlässen und Festen das eigene Personal oder Gäste mit Getränken und Essen zu versorgen. Bei der Beteiligung der Helfervereinigung an Festen in der Umgebung wird der neue Anhänger ebenfalls gute Dienste leisten. Auch andere Vereine und soziale Einrichtungen können den Anhänger kostenlos leihen.

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