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Jörg Steinleitner begeistert seine Zuhörer in Laubach.

Doppelmord, Darknet und Sexvideos

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Laubach (kjg). 150 Besucher wollten sich die Krimilesung mit Jörg Steinleitner in der Kulturscheune "Blauer Löwe" des Landhotels Waldhaus in Laubach nicht entgehen lassen. Es ging um den Krimi "Tod im Abendrot", den der Autor in einer "Multi-medialen Krimishow" vorstellte. Dem Buch liegt ein echter Mord aus dem Jahre 2013 zugrunde, der in München passierte und als Isar-Mord bekannt wurde. Dieser Mord sei immer noch nicht aufgeklärt, sagte Steinleitner.

Zur Handlung: Ein Doppelmord nahe des Flaucher-Biergartens erschütterte das sommerliche München. Ein Liebespaar wurde mit gezielten Schüssen aus nächster Nähe getötet. Bevor es seinen Verletzungen erlag, konnte eines der Opfer, die hochschwangere Frau, dem LKA-Präsidenten Karl Zimmerschied noch einen Hinweis auf einen Mörder "ohne Gesicht" geben. Während er die kriminologischen Untersuchungen einleitet, erreicht ihn der Anruf einer alten Schulfreundin, die mit einem Sexvideo erpresst wird, das sie mit einem siebzehnjährigen Schüler zeigt. Dieses Video, dessen Nachforschungen Zimmerschied bis in die dunklen Bereiche des Internets, das Darknet, führen, werden für den LKA-Präsidenten zu einer großen Gefahr.

Während Steinleitner liest, die verschiedenen Personen erlebbar werden lässt und einen dramatischen Höhepunkt nach dem anderen erklimmt, erscheinen Hinweise auf der Videoleinwand, werden Warnungen ausgegeben, wird er immer wieder durch Effekte unterbrochen.

Zugabe aus "Blutige Beichte"

Neben "Mord im Abendrot" stellte Steinleitner auch Teile aus seinem Buch "Blutige Beichte" vor. Es handelt von Morden, bei denen immer wieder dieselbe DNA gefunden wird, aber die Polizei trotzdem die Spur des Mörders nicht aufnehmen kann. Mysteriös wird es, als im Beichtstuhl von Zimmerschieds Heimatdorf auch noch drei Handgranaten und ein Maschinengewehr auftauchen. Auch diese Zugabe gefiel dem Laubacher Publikum.

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