Ziehen an einem Strang: Friedrich und Fritz Roßbach vor der "Engel-Apotheke". FOTO: PM
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Ziehen an einem Strang: Friedrich und Fritz Roßbach vor der "Engel-Apotheke". FOTO: PM

Im Dienst der Gesundheit

  • vonred Redaktion
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Laubach(pm). Seit bereits vier Generationen sind Mitglieder der Familie Roßbach in Laubach als Apotheker tätig. In diesen Tagen gibt es Grund zum Feiern: Die "Engel-Apotheke" am Marktplatz besteht seit 50 Jahren, eröffnet wurde sie am 17. Dezember 1969. Namensgebend war der Engel des Brunnens, der sich direkt davor befindet. Die "Engel-Apotheke" war der erste Neubau im Rahmen der Laubacher Altstadtsanierung.

Zunächst war das Gebäude eingeschossig mit einem Parkdeck auf dem Dach. 1981/82 kamen drei weitere Geschosse dazu. Eine Arztpraxis zog ein, die auch heute noch dort ansässig ist. Vor einigen Jahren kam eine weitere hinzu, die über einen Aufzug mit dem Apothekengebäude zu einem Gesundheitszentrum verbunden ist. Seit 2011 wird die "Engel-Apotheke" von Fritz Roßbach (Jahrgang 1971) geleitet. Auch dessen Vater Friedrich Roßbach ist trotz seiner mittlerweile über 80 Jahre weiter im Betrieb aktiv.

Ohne Computer geht es nicht

Alles begann 1885, als Friedrich Roßbach (1855-1915) nach Laubach kam und die 1715 gegründete "Hof-Apotheke" übernahm. Diese war für mehr als 250 Jahre die einzige Apotheke in Laubach. In den 1960er Jahren wurde es in der Stiftstraße zu eng. Probleme mit dem Denkmalschutz standen einer Erweiterung im Wege. So entschloss sich Friedrich Roßbach, der nach seinem Apothekerstudium in Marburg zu dieser Zeit wieder in Laubach Fuß fasste, zu einem Neubau im Stadtzentrum.

Rückblick ins Jahr 1969: Damals hatte man noch keine Computer, keine Datenbanken, keine Netzwerke und kein Internet. Und trotzdem war die Arbeit in der neuen "Engel-Apotheke" bereits stark durch (damals) moderne Technik geprägt: Statt Datenbanken gab es ein Mikrofilmlesegerät. Auf den Filmen waren Informationen zu sämtlichen Arzneimitteln verzeichnet. Statt computergestützter Warenwirtschaft hatte man ein Lochkartensystem: Lagerverwaltung und Nachbestellung funktionierte über ein Lesegerät, das die Bestellung über die Telefonleitung zum Großhandel schickte. Auch weitere Errungenschaften moderner Technik hielten stets schnell Einzug.

Heute geht es nicht mehr ohne Computer. Die Anforderungen und Datenmengen sind zu groß. So ist etwa jede Packung eines rezeptpflichtigen Arzneimittels ein "Individuum", verfügt über einen einmaligen Erkennungscode. Der Kommissionierautomat, also das robotergestützte Warenlager, kennt sozusagen jede der zigtausend Packungen "persönlich", weiß, wann sie geliefert wurde und wann sie verfällt. "Die Technik", heißt es abschließend in der Pressemitteilung, "hält den Mitarbeitern den Rücken frei, um möglichst viel Zeit im Gespräch mit den Kunden zu verbringen, damit diese gut über ihr Arzneimittel informiert werden. Hier zahlt sich die große Erfahrung der langjährigen Mitarbeiter aus, die großenteils seit ihrer Ausbildung der "Engel-Apotheke" treu geblieben sind.

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