Kommunalwahl im Kreis Gießen

Wahl des Stadtparlaments in Laubach: Wirkt die Bürgermeisterwahl?

  • Thomas Brückner
    vonThomas Brückner
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Vor drei Monaten wählte Laubach einen neuen Bürgermeister. Haben sich die Hoffnungen der Unterstützer, Grüne und SPD, vom Sieg Meyers (parteilos) zu profitieren, erfüllt?

Update, Mittwoch, 17.03.2021, 11.17 Uhr: Inzwischen (Stand: 11.10 Uhr) liegen bei der Wahl des Stadtparlaments in Laubach alle Ergebnisse vor. Demnach liegen die Freien Wähler mit 28,71% der Stimmen klar vorne, gefolgt von der CDU mit 21,75%. Die SPD kommt auf 20,23% und die Grünen erzielen ein Ergebnis von 15,03%. Fast gleichauf sind die FBLL mit 5,73% und die FDP mit 5,62%. Die BfL erhielt 2,93% der Stimmen. Daraus ergibt sich folgende Sitzverteilung: FW 9, CDU 7, SPD 6, Grüne 4, FBLL 2, FDP 2, BfL 1. (lkl)

Wahl des Stadtparlaments in Laubach: Bürgermeisterwahl wirkt - Trendergebnis

Erstmeldung, Montag, 15.03.2021, 0.30 Uhr: Laubach – Vor drei Monaten wählte Laubach einen neuen Bürgermeister. Matthias Meyer (parteilos), erst vor einem Jahr nach Laubach gezogen, setzte sich gegen den erfahrenen CDU-Fraktionschef Björn Erik Ruppel durch. Die Hoffnungen der Unterstützer, Grüne und SPD, vom Sieg Meyers zu profitieren, haben sich erfüllt: Bestätigt sich der Trend auf Basis nur der Kopfstimmen - ihr Anteil beträgt 36 Prozent -, haben beide kräftig zugelegt. Die Grünen kämen auf fünf, die SPD auf acht der 31 Sitze im Stadtparlament. Und: Das Mehrheitsbündnis aus FW und CDU hätte demgemäß keine Mehrheit mehr, verfügte über 14 statt bisher 17 Sitze.

Größter Gewinner sind die Grünen, die um 6,8 Prozentpunkte auf 16 Prozent zulegen können. Allein im Kernstadt-Bezirk »Altes Rathaus« holten sie 32,7 Prozent. Ebenso bei den Genossen dürften unter AHA-Bedingungen die Sektkorken geknallt haben, konnten sie doch den Abwärtstrend der letzten Wahlen umkehren und 3,9 Punkte dazugewinnen. Mit 25,3 Prozent (minus 6,6 Punkte, acht statt zehn Sitze) wären die FW die größten Verlierer.

Noch ein vorläufiges Fazit: Auch wegen der Resultate der Kleinen (BfL und FBLL je einen, FDP zwei Sitze) dürfte die Suche nach einer Mehrheit schwierig werden - so es denn überhaupt noch gewollt wird. (tb)

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