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Um die Nutzung des Löschteichs als Schwimmgelegenheit ist ein Streit zwischen der Stadt und vielen Röthgesern entbrannt.

Löschteich

Bürgermeister bleibt bei Badeverbot für Röthgeser Löschteich

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Die Stadt Laubach schließt in einer Pressemitteilung aus, dass im Röthgers Löschteich wieder gebadet werden darf. Außerdem soll der Ortsvorsteher seine Befugnisse überschritten haben.

Die Diskussion über den Röthgeser Löschteich geht in die nächste Runde: Nachdem Ortsvorsteher Harald Mohr für den morgigen Freitag, 16. August, um 18.30 Uhr zu einer Bürgerversammlung ins Dorfgemeinschaftshaus eingeladen hatte, teilte nun die Stadt Laubach mit, dass er dafür nicht befugt ist.

"Bürgerversammlungen können laut Hessischer Gemeindeordnung nur vom Stadtverordnetenvorsteher einberufen werden", schreibt Bürgermeister Peter Klug. Der Termin sei zudem nicht mit dem Magistrat abgestimmt worden. Bei dem Termin am Freitag handele es sich daher um eine reguläre Ortsbeiratssitzung.

Feuerwehr darf Löschteich weiter anzapfen

Stadtrat Josef Neuhäuser und Bürgermeister Klug schreiben in einer Pressemitteilung, dass der Löschteich weiterhin für die Löschwasserversorgung im Ort genutzt werden kann. Die Absperrzäune sollten lediglich dazu dienen, "wildes Baden" zu unterbinden. "Dies war bei noch keinem anderen Stadtteil mit Löschteichen der Fall, dass Löschteiche als quasi Schwimmbadersatz genutzt werden", heißt es in dem Schreiben.

Klug hält eine Diskussion, die sich lediglich um das Thema "Baden" dreht, für nicht zielführend: "Eine Legitimation als Bademöglichkeit ist vonseiten der Stadt Laubach ausgeschlossen - hierfür übernimmt niemand mehr die Verantwortung und Haftung."

Klug: Hydrantennetz ausreichend

Wie und vom wem der Löschteich in Zukunft genutzt wird, sei Thema der Gespräche zwischen Stadt und örtlicher Feuerwehr. Der Teich werde laut Klug nicht mehr als Löschwasserreserve benötigt, da es eine ausreichende Versorgung über das Hydrantennetz gebe. Er sei auch nicht mehr im Kreiskonzept der Feuerwehren vorgesehen. Dies bedeute jedoch nicht, dass er verschwinden muss. Klug schreibt: "Ähnlich wie beim Schlauchturm in Röthges kann sich die Stadt vorstellen, dass Unterhaltungsarbeiten - wenn der Erhalt gewünscht wird - vom Verein übernommen werden."

Zur Diskussion um einen fehlenden Bauplatz für einen Gerätehausneubau erklärt Klug, dass man diesen bereits habe. "Dieses Grundstück für eine zusätzliche Halle mit Nebenräumen ist eigentlich bereits in städtischem Besitz, nämlich neben dem jetzigen Gerätehaus nebst Löschteich. Hier könnte man zum Beispiel eine weitere Fahrzeughalle über den Löschteich bauen und einen Teil des Teiches als Zisterne nutzen", schreibt Klug.

Gespräche mit Wehrführung

Den Ankauf eines anderen Grundstücks hält Klug mit Verweis auf die finanzielle Situation der Stadt für unrealistisch. "Dies sind aber alles nur vage Ideen, die letztendlich im Stadtparlament entschieden werden müssen." Mit der Feuerwehrführung wolle man weiterhin das Gespräch suchen.

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