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Bebauung im Außenbereich?

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Von: Thomas Brückner

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Laubach (tb). Mit der knappen Mehrheit von 16 Stimmen (CDU, FW, ein SPDler) hat Laubachs Stadtparlament im Februar die Aufstellung des Bebauungsplans »Adolf-Wieber-Straße« beschlossen. Der Anstoß war von der SPD gekommen, die nun aber unter Hinweis auf die ordnungswidrigen Baumfällungen (die GAZ berichtete) davon Abstand nahm.

Mit der Planung beschäftigte sich soeben der Ortsbeirat der Kernstadt. SPD-Sprecher Hartmut Roeschen gab eingangs zu bedenken, es sei noch unklar, ob es sich um einen Innen- oder Außenbereich handele (relevant für Fragen der Genehmigung/Größe, die Red.). Laut Bauverwaltung, so Ortsvorsteher Günter Haas, wären neun Parzellen möglich. Ewa Wenig (Grüne) sprach sich für die Reduzierung auf den Innenbereich aus, in einer gedachten Linie von den Garagen Anwesen Dietzler in Richtung Sebastian-Bachstraße.

»Zunächst sollte geklärt werden, was überhaupt geht«, meinte Bürgermeister Matthias Meyer. Vieles aber spreche dafür, etwa die Nachfrage von etwa 30 Personen. Da eine Innenverdichtung vorliege, stünde die Planung auch den IKEK-Vorgaben nicht entgegen.

Klagen über Kleintierhaltung

Als Gast sprach sich Anlieger Dietzler gegen das Baugebiet aus. Anders Beiratsmitglied Oliver Gall (FW): Für ihn ist es höchste Zeit, das Baugebiet zu schaffen. Wegen der Lage in Schlossparknähe, der Verdichtung oder der vorhandenen Infrastruktur. Am Ende sprach sich eine Mehrheit von fünf zu drei Stimmen dafür aus, die Fläche insgesamt zu überplanen bzw. solches zu prüfen. Die drei Stimmen bezogen sich auf den SPD-Antrag, dies auf den Innenbereich zu beschränken.

Thema der Sitzung war auch, so weiter Ortsvorsteher Haas, die Beschwerde eines Anwohners aus der Gombach über die Kleintierhaltung am Wiesenweg zum Schlosspark. Gehe davon doch eine »massive Lärm-, Geruchs- und Ungezifferbelästigung (Ratten)« aus.

Laut dem Anwohner fehlt auch eine feste Unterkunft, in die die Hühner und mehreren Hähne nachts eingesperrt werden könnten. Das Geschrei gehe schon morgens, im Sommer bereits um 3.30 Uhr, los und dauere oft bis 23 Uhr in der Nacht. Für ein Wohngebiet sei diese Lärmbelästigung unzumutbar. »Leider«, so wieder der Ortsvorsteher, »sind Hinweise des Anwohners von der Bauaufsicht über Monate nicht behandelt worden.«

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