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Die Fläche am Ende der Heidstraße.

Bauland schaffen in Zeiten von IKEK

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Laubach (tb). Seit gut drei Jahren ist Laubach in der Dorferneuerung, genauer gesagt im Landesprogramm "IKEK", was für Integriertes Kommunales Entwicklungs-Konzept steht. Mit Hinweis auf demografische wie ökologische Aspekte hat Wiesbaden den Förderschwerpunkt auf die Innenentwicklung gelegt - Neubaugebiete sind nicht erlaubt. Einzig die Reaktivierung bereits genehmigter Bauleitplanungen sowie kleinere Arrondierungen sind noch möglich.

Diese Karte will Laubach nun auf Vorschlag des Ortsbeirates Münster ziehen. In Verlängerung der Heidstraße soll ein kleineres Baugebiet ausgewiesen werden. Zunächst aber, so der Beschluss des Haupt- und Bauausschusses, soll der Magistrat mit den Grundstücksbesitzern über einen Verkauf an die Stadt sprechen. Das Ergebnis hofft Bürgermeister Peter Klug bei der Stadtverordnetensitzung am 7. November vorlegen zu können. Dass es seines Erachtens egal sei, wer die Parzellen am Ende an die Häuslebauer verkauft, macht er freilich klar.

Die Verkaufsbereitschaft des Eigners hat der Ortsbeirat abgeklärt. Auch dass es ein ernsthaftes Interesse junger Familien an den drei Bauplätzen gebe, betonte Ortsvorsteher Klaus Dieter Schmitt gegenüber der GAZ. Und ebenso, dass der Ortsbeirat am längerfristigen Ziel festhalte, die Fläche "Auf dem Bleul" zu erschließen, um den weiteren Baulandbedarf in Münster wie auch für die Stadt zu decken. Dort wären rund 15 Parzellen möglich. In der 1990ern bereits geplant, war das Vorhaben damals an Weigerung einzelner Grundeigner, ihre Flächen ins Umlegungsverfahren einzubringen, gescheitert. Mit dem "Seefeld" in Ruppertsburg stand in der Ausschusssitzung noch ein weiteres Baugebiet auf der Agenda. 2003 als Satzung beschlossen, gab es hier nur vereinzelte Nachfragen. Auch wegen der in diesem Stadtteil rückläufigen Bevölkerungsentwicklung schlägt der Magistrat vor, den Bebauungsplan aufzuheben. Zumal die Grundstücke schon vor Jahren von der Hessischen Landgesellschaft zurückgekauft worden waren.

Sofern sich doch einmal Nachfrage einstellen sollte, so Klug, wäre die Fläche zeitnah zu reaktivieren, da sie im Flächennutzungsplan ausgewiesen ist. "Bei Bedarf könnte ein kleinräumiger, den jeweiligen Bedürfnissen angepasster Bebauungsplan neu aufgelegt und entwickelt werden." Dass die Aufhebung des B-Plans ein Entgegenkommen gegenüber der IKEK-Behörde wäre, merkte er an. Der Ausschuss aber sah dafür keinen Anlass, lehnte eine Aufhebung der Satzung ab.

Kein Erfolg war an dem Sitzungsabend auch der SPD beschieden: Ihr Antrag, die Nutzung von Räumen im Rathaus etwa für Parteien zu regeln, wurde bei drei Jastimmen von SPD (2) und BfL und fünf Neinstimmen abgelehnt. (Foto: tb)

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