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Autorin unterhält prächtig

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Isabella Archan in Aktion. © Doris Schütte

Laubach (dis). Bevor Schauspielerin und Autorin Isabella Archan im Laubacher Rathaussaal mit der Lesung aus ihrem neuen Kriminalroman »Sterz und der Mistgabelmord« begann, machte sie erst einmal der Zuhörerschaft bei der Aufzählung von köstlichen Leckereien aus ihrer steirischen Heimat in Österreich den Mund wässrig. Dazu hatte sie eine Kurzgeschichte parat, die sie frei vortrug.

Was einem Touristen alles im Urlaub passieren kann, wo man es sich doch einfach nur gut gehen lassen will, trug Archan mit viel Witz vor. Dabei zeigte sie zur Erheiterung der Besucher ihr komödiantisches Potenzial. Ein Tourist wird auf dem Weg zur Liegewiese begleitet, um sich dort in einem Liegestuhl von einer Bergwanderung auszuruhen. Doch die sind alle mit fremden Handtüchern belegt, weshalb er von einer Liege das halb heruntergerutsche Handtuch herunterstupst. Die Liege war von einer dominanten Frau mit einem großen Hund belegt worden, die ihn gleich resolut darauf aufmerksam macht. Der Tourist möchte mit Argumenten antworten, reagiert aber unwirsch und wirft das Handtuch in den Pool. Frau und Hund kommen auf ihn zu, er muss zurückweichen und stürzt in den Swimmingpool. Doch die Frau holt ihn heraus und der Hund schleckt ihn ab.

Die Autorin gab in der Lesung teilweise skurrile Ratschläge, wie man sich in gefährlichen Situationen verhalten sollte. Dabei riet sie zum Beispiel: »Benutzen Sie bloß kein Pfefferspray, Sie könnten es in die eigenen Augen sprühen.« Vor dem Schreiben ihrer Bücher recherchiert sie aufwendig und holt sich Informationen von Kriminalinspektoren, Psychologen, Gerichtsmedizinern oder Zahnärzten.

In ihrem Roman wird ein Mann namens Ludwig Stichelhofer in einem Saustall mit einer Mistgabel in der Brust tot aufgefunden. Der hat nicht viel Glück im Leben gehabt, hat nach und nach seinen Hof an einen Großonkel verkaufen müssen. Bester Freund des Toten aus der Jugendzeit ist Polizeiinspektor Ferdinand Sterz, der in Österreich ausgebildet wurde, seit 13 Jahren in Deutschland lebt und bei Europool in Köln tätig ist. Auch dieser hatte keine gute Jugendzeit, war mit der Schwester Stichelhofers verlobt, doch ist die Verlobung in die Brüche gegangen. Doch gerade diese Frau, Lena, ruft ihn um Mitternacht an und bittet Sterz, bei der Aufklärung des Falles zu helfen.

Dieser will die Tat unbedingt aufklären und macht sich gleich auf den Weg. Doch seine Eingliederung in das ermittelnde Team vor Ort sowie Differenzen mit seinem Vater sind nur die ersten Hürden. Zusätzlich flammt seine Liebe zur Schwester des Opfers neu auf, die ihn damals verlassen hat. Zusammen mit seiner neuen Kollegin Gitte Busch ermittelt er auf Hochtouren, doch trotz einiger vielversprechender Spuren scheint nichts zusammenzupassen.

Ein zweiter Mord

Unerwartet geschieht ein zweiter Mord, nicht weniger grausam. Im Zusammenhang damit gerät ein Kroate in Verdacht, der bei Stichelhofer gewohnt hat und alsbald als Verdächtiger verhaftet wird. Sterz steht vor einem Rätsel und kämpft mit Enthüllungen über seine eigene Vergangenheit und der Aufklärung des Falles. Es schreckt dabei jemanden auf, der ganz genau weiß, was sich in dem Saustall zugetragen hat, wie die Wut zunahm und der Hass überwältigend wurde. Auch Sterz wird im weiteren Verlauf Opfer eines Angriffs.

Als Zugabe trug Archan aus ihrem Buch »Die Mördermitzi und der Sensenmann« einen kurzen Abschnitt vor und bedankte sich damit für den langanhaltenden Applaus des Publikums. Bücher von Archan konnte man am Büchertisch von Janina Gerschlauer erwerben.

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