Ausgeglichener Haushalt

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Laubach/Lich(tb). Solche Gäste hat man gern: Im Mai 2018 überreichte Innenstaatssekretär Werner Koch den Bürgermeistern von Lich und Laubach, Bernd Klein und Peter Klug, einen Scheck über 300 000 Euro. Das Geld war der "Lohn" für die von Wiesbaden gewünschte stärkere interkommunale Kooperation. Mit dem Gemeindeverwaltungsverband, offiziell gegründet zum 1. Februar 2018, hatten die Nachbarstädte eine Vorreiterrolle im Gießener Land übernommen. Und waren sich einig in der Erwartung, der neue "Städteservice Laubach/Lich" werde den Verwaltungen beider Kommunen ein Plus an Effizienz bringen, sie somit auf Dauer sichern. Und das bei geringeren Kosten, nicht zuletzt dank Personaleinsparungen und Synergieeffekten. Die Fusion der Finanzabteilungen machte den Anfang, womit schon mal die Einsparung einer Amtsleiterstelle einherging. Später folgten die Personalverwaltung sowie die Brandschutzsachbearbeitung. Zusammengeführt wurden auch die Ordnungsämter, aus rechtlichen Gründen aber dürfen die nicht Teil des Verwaltungsverbandes sein. Weitere "Fusionsplanungen" sollen aktuell nicht anstehen.

Anstelle der beiden pensionierten "Finanzchefs" trägt nun Timo Schumann Verantwortung. Gestern Abend legte er der Verbandsversammlung einen ausgeglichenen Etatentwurf 2020 vor. Dessen Volumen beträgt 1,15 Millionen Euro, bis auf kleinere Sachinvestitionen in Hard- und Software werden damit vor allem die Gehälter der neun Angestellten bezahlt. Für die ist Mehrarbeit angesagt, denn von den plangemäß 8,51 Stellen sind nur 6,51 besetzt. Wie das? Schumann: "Der Arbeitsmarkt für Verwaltungsangestellte ist derzeit schwierig."

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