"Auf Wiedersehen, Thea"

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Dorothea Jäger ist Rupptersburgerin durch und durch. In dem Laubacher Stadtteil kam sie 1955 zur Welt; sie arbeitete in der örtlichen Kindertageseinrichtung als Kinderpflegerin. Mit ihrer Verabschiedung ging nun eine Ära in dem kleinen Ort zu Ende. Vor nahezu exakt 46 Jahren kam Jäger am 1. September 1972 in die Kita Ruppertsburg, nur knapp drei Monate, nachdem sie ihre staatliche Prüfung als Kinderpflegerin abgelegt hatte. In über vier Jahrzehnten begleitete "Thea", wie Jäger liebevoll von Kindern und Erwachsenen gleichermaßen genannt wurde, stets mit höchster Motivation mehrere Generationen von Kindern und bereitete sie auf ihren weiteren Lebensweg vor.

Dorothea Jäger ist Rupptersburgerin durch und durch. In dem Laubacher Stadtteil kam sie 1955 zur Welt; sie arbeitete in der örtlichen Kindertageseinrichtung als Kinderpflegerin. Mit ihrer Verabschiedung ging nun eine Ära in dem kleinen Ort zu Ende. Vor nahezu exakt 46 Jahren kam Jäger am 1. September 1972 in die Kita Ruppertsburg, nur knapp drei Monate, nachdem sie ihre staatliche Prüfung als Kinderpflegerin abgelegt hatte. In über vier Jahrzehnten begleitete "Thea", wie Jäger liebevoll von Kindern und Erwachsenen gleichermaßen genannt wurde, stets mit höchster Motivation mehrere Generationen von Kindern und bereitete sie auf ihren weiteren Lebensweg vor.

Viele Kinder, die sie im Laufe der Jahre hat aufwachsen sehen, haben mittlerweile selbst Familien und Kinder; einige kamen persönlich zur Verabschiedung. Zudem waren viele weitere Freunde und ehemalige Kolleginnen sowie Stadträtin Isolde Hanak und Beatrix von Lüpke (Oberhessische Diakonie) erschienen, um sich gebührend bei Jäger zu verabschieden und sich für ihre Leistungen zu bedanken. Mit ihrem großen Einfühlungsvermögen und einer enormen Herzlichkeit teilte sie Freude und Spaß mit Kindern und Eltern, aber leistete auch Beistand und Rat in schwierigen Lebenssituationen.

Dass man im Leben nie ausgelernt hat, war für Dorothea Jäger immer selbstverständlich, weshalb sie im Laufe ihrer Arbeitsjahre immer wieder aufs Neue aufgeschlossen an Fort- und Weiterbildungen oder Fachtagungen teilnahm.

Die positiven Eigenschaften Jägers bewogen die ehemalige Leiterin der Kindertageseinrichtung, Lore Völkel, auch dazu, Jäger zur stellvertretenden Kita-Leiterin zu ernennen; diese Position hatte sie bis zu ihrem Abschied inne. Ihr "fachliches Können" sowie ihr "ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein und ihr vorbildlicher Umgang mit Eltern, Kindern und Kollegen" lobte die mittlerweile verstorbene Völkel 1980 in einem Brief an das Laubacher Stift, aus dem Frau von Lüpke zitierte. In dem Brief hatte Völkel einst um eine bessere Vergütung Jägers gebeten, denn für 40 Wochenstunden bekam sie damals ein Anfangsgehalt von 755 DM. Das war ein recht knapp bemessener Lohn. Denn oft ging die Arbeit daheim noch weiter, wenn etwa Geschenke für die Kinder zu Weihnachten oder Ostern zu basteln waren.

Mit einem lautstarken "Danke, Danke, Danke" besangen die Kolleginnen ihre sichtlich gerührte Thea. Auch wenn sie nun im Ruhestand ist, wird sie ihrer langjährigen Arbeitsstätte verbunden bleiben. Was sie mit der vielen Zeit nun anfangen soll, konnte sie nicht so recht beantworten. Ein Hobby werde sie sich suchen, aber in Urlaub fahren eher nicht, denn: "Schließlich ist es zu Hause in Ruppertsburg doch am schönsten."

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