Dorfschmiede

Akteneinsichtsausschuss fordert weitere Unterlagen ein

  • schließen

Laubach (tb). Zur fünften Sitzung trat soeben der Akteneinsichtsausschuss zur Dorfschmiede zusammen. Bekannter Auftrag: Klären, wie es zur Schieflage der gGmbH kam, welche Verantwortung der Bürgermeister als Vertreter in der Gesellschafterversammlung trägt.

Den wenigen Besuchern freilich brachte auch diese Sitzung kaum neue Erkenntnisse. Abzuwarten bleibt der Termin in acht Wochen: Wie Dirk Hofmann (FBLL) - er hatte den Ausschuss beantragt - ankündigte, will er zu diesem Termin seinen Bericht präsentieren. Und will dann "Feststellungen" mit Zahlen unterfüttern.

Zur Wochenmitte legte der Freienseener einen Vorentwurf vor. Da es eine Tischvorlage war, sah die Mehrheit keine Gelegenheit zur Beratung. Erneut kritisierte er an dem Abend, ihm lägen nicht alle Dokumente - etwa zur Darlehensgewährung durch die Gesellschafterversammlung - vor. Sein Antrag, Dokumente eines Mitglieds des kaufmännischen Beratergremiums, das der Geschäftsführung zur Seite gestellt worden war, nachzureichen, fand bei Neinstimmen der FW eine knappe Mehrheit. Ob er auch umgesetzt wird? Bürgermeister Klug kündigte eine juristische Klärung an; für ihn kommt das nicht infrage, sei dies doch kein Mitarbeiter der Stadt, sondern der Tochtergesellschaft Kultur und Bäder gGmbH.

Bleibt also der nächste Termin abzuwarten, um womöglich Aussagen zu einem Auftrag des Ausschusses zu erhalten: Ist Klug als Vertreter der Stadt - mit einer Einlage von nur 5000 Euro einer der Gesellschafter - seinen Pflichten nachgekommen? Oder nicht, und womöglich zum Nachteil der Stadt, für die die Dorfschmiede zum finanziellen Risiko geworden ist. Konkret geht es um § 46 GmbH-Gesetz, die Pflicht zur "Bestimmung der Maßregeln zur Prüfung und Überwachung der Geschäftsführung".

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare