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Bürgermeister Peter Klug, Stephan Schmidt (Geschäftsführer der gvu GmbH) und Bauleiter Jörg Sauter (v. l.) auf der Baustelle im Gewerbegebiet Laubach (v. l.). FOTO: PM

Abverkauf auf der "Geisenwiese"

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Laubach(tb). Hier und da hatte es gehakt. Etwa, wenn Reservierungen für Flächen nach langer Wartezeit am Ende doch storniert wurden. Handelte es sich dabei um heimische Unternehmen, war die Enttäuschung der Stadtväter natürlich besonders groß. Schnee von gestern, ist doch Laubachs Gewerbegebiet "Geisenwiese" jetzt komplett ausgebucht.

Anlagenbauer investiert knapp eine Million Euro

"Für alle Parzellen sind die Kaufverträge notariell beurkundet", versicherte am Dienstag auf GAZ-Nachfrage Bürgermeister Peter Klug. Klar: Auch er hofft trotz der Corona-Krise, dass - so wie jetzt der Grünberger Anlagenbauer gvu technik - alle Firmen im Laufe des Jahres ihre Neubaupläne auch umsetzen können. In diesem Fall würden eine Spedition, ein Anbieter von Mietgaragen sowie ein Fitnessstudio vor den Toren der alten Residenzstadt ihre "Zelte" aufschlagen.

Ist Laubach dann in puncto Gewerbeflächen blank? Auf die Frage verweist der Verwaltungschef auf die Erweiterung unterhalb der Philipp-Reis-Straße. Die Stadt überplant dort - nachdem sie selbst von der Reservierung eines Unternehmens zurückgetreten ist - eine Fläche von rund 16 000 Quadratmetern. Zunächst muss das stark abschüssige Areal verfüllt werden, der entsprechende Antrag auf Genehmigung sei bereits auf dem Weg, fügte Klug an. Dank der Einnahmen für die Abnahme von Erdaushub hofft er, dass die Rechnung zu null aufgeht.

Ein weiterer Vorteil der größeren Erdbewegung: Am Ende hat es das Niveau der Philipp-Reis-Straße, somit bräuchten die Bauherren keine Pumpen für die Abwasserentsorgung. Nachteil des Standorts ist einzig die Einschränkung, die sich aus der unterhalb davon verlaufenden Wetter mit ihren Retentionsflächen ergibt.

Das aber ist noch Zukunftsmusik. Anders sieht es auf der Parzelle oberhalb der Bäckerei Mack aus: Hier hat die gvu technik mit dem Neubau einer 1000 Quadratmeter großen Produktionshalle begonnen. Da die Produktionsstätte des Anlagen- und Apparatebauers in Grünberg "viel zu beengt war", habe sich der Wechsel nach Laubach angeboten, erklärte Stephan Schmidt - er führt gemeinsam mit Sohn Christian die Geschäfte - bei einem Baustellenbesuch des Bürgermeisters. Klug habe sich dabei zufrieden gezeigt, dass ein Unternehmen des produzierenden Gewerbes sich in Laubach ansiedelt, schreibt die Stadt. Am neuen gvu-Standort werden zwölf Mitarbeiter tätig sein, zwei mehr als bisher. Die Tiefbauarbeiten - Wasser, Abwasser, Strom, Telekommunikation - hat die Firma Diehl erledigt. Die Investition summiert sich auf 900 000 bis eine Million Euro.

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