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Von Laubach ins Kunstmuseum Moskau

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Mit seinem kompostierbaren Klebeband "Klebio" hat es das Laubacher Unternehmen Compostella nach Moskau ins Museum für Zeitgenössische Kunst geschafft. Im Foyer des Garage Museum of Contemporary Art ist derzeit eine überdimensionale Installation (Foto) zu sehen, die von der Künstlergruppe "Numen/For Use" unter der Leitung von Sven Jonke aus Berlin geschaffen wurde.

Das Kunstwerk ist etwa 30 Meter lang, 15 Meter breit und sechs Meter hoch und kann sogar von innen auf allen Vieren begangen werden. Laut Compostella-Geschäftsführer Arnold Schleier (Laubach) handelt es sich bei dem Material um ein Klebeband, das aus Zellulose (Holz) hergestellt wird und mit einem Kleber beschichtet ist, der aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen wird.

Compostella ist ein kleines Laubacher Unternehmen, das sich ausschließlich damit beschäftigt, Produkte des Alltags durch kompostierbare Alternativen zu ersetzen.

Finale im Gorki-Park

Das Moskauer Museum ist im Besitz der Familie Abramowitsch, der u. a. der Fußballclub London Chelsea gehört. Bei der Ausstellungseröffnung zeigte sich der Oligarch sehr beeindruckt von dem innovativen Material. Die Ausstellung ist bis 1. Dezember zu sehen, anschließend wird das Material in einen großen Plexiglasbehälter gefüllt, mit Erde vermischt und im Gorki-Park öffentlich kompostiert. Durch den strengen Winter in Russland wird die Kompostierung voraussichtlich etwas länger dauern als die üblichen drei Monate. Das Publikum kann durch den transparenten Kubus den Kompostierungsprozess kontinuierlich mitverfolgen.

Womit sich das Laubacher Unternehmen außerdem beschäftigt, ist laut Schleier heute um 18.45 Uhr in der Sendung "Ratgeber" im Hessen-Fernsehen zu sehen. Dort geht es um das "1 für 4-Papier", das vier Folienprodukte im Haushalt durch ein einziges kompostierbares Papier ersetzen kann. (pm/Foto: pm)

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