"Leben nach Tschernobyl"

Zwölf Tonnen Hilfsgüter auf dem Weg nach Borispol

  • schließen

Seit 28 Jahren besteht der Arbeitskreis "Leben nach Tschernobyl" in der evangelischen Kirchengemeinde Langgöns. Rund vier Jahre nach dem verheerenden Unglück in dem maroden Kernkraftwerk wurde der Arbeitskreis einst gegründet – der Einsatz für die Menschen in der Katastrophenregion ist heute so wichtig wie am ersten Tag. So kommt die Unterstützung einerseits den Opfern, die aus der Nähe des Unglücksreaktors nach Borispol bei Kiew umgesiedelt wurden, andererseits wurde die Hilfe auf arme, kranke und alte Menschen sowie kinderreiche Familien ausgedehnt. In mehr oder weniger regelmäßigen Abständen werden Transporte von Langgöns aus nach Borispol geschickt.

Seit 28 Jahren besteht der Arbeitskreis "Leben nach Tschernobyl" in der evangelischen Kirchengemeinde Langgöns. Rund vier Jahre nach dem verheerenden Unglück in dem maroden Kernkraftwerk wurde der Arbeitskreis einst gegründet – der Einsatz für die Menschen in der Katastrophenregion ist heute so wichtig wie am ersten Tag. So kommt die Unterstützung einerseits den Opfern, die aus der Nähe des Unglücksreaktors nach Borispol bei Kiew umgesiedelt wurden, andererseits wurde die Hilfe auf arme, kranke und alte Menschen sowie kinderreiche Familien ausgedehnt. In mehr oder weniger regelmäßigen Abständen werden Transporte von Langgöns aus nach Borispol geschickt.

Suppenküche versorgt 120 Leute

Anfang dieser Woche war es wieder so weit. Am Samstag wurde ein Lkw mit insgesamt zwölf Tonnen Hilfsgütern beladen. So erhält das Bezirkskrankenhaus Borispol alljährlich eine Grundausstattung an Klinikbedarf. Diesmal wurden außerdem zwei Inkubatoren (Brutkästen, z. B. für Frühchen) und fünf Babybetten mit auf die rund 2000 Kilometer lange Reise geschickt. Hinzukamen drei hochwertige Rollstühle. Der Transport besteht insgesamt aus rund 1200 Kartons, zahlreichen Koffern und Taschen.

Außerdem betreibt der Arbeitskreis von Oktober bis März in Borispol eine Suppenküche, durch die 120 Personen versorgt werden. Dafür erhielt er jetzt eine Zuwendung in Höhe von 4000 Euro durch die Diakonie der Evangelischen Landeskirche Hessen-Nassau. Gemeinsam mit den Partnern vor Ort wird eine inzwischen gut ausgestattete Kleiderkammer geführt, mittels derer die Bedürftigen in Borispol mit Kleidungsstücken, Wäsche und anderen im Haushalt benötigten Dingen versorgt werden.

Mithilfe der Spedition Zufall wurde die Abfertigung durch den Zoll am Montag in Wetzlar ausgeführt. Dabei unterstützte Gerhard Keller die Fahrer aus der Ukraine. Von Wetzlar ging es dann gleich in Richtung Osten. Für die Fahrt nach Borispol werden mindestens zwei Tage veranschlagt, sodass der Transport an diesem Mittwoch oder Donnerstag sein Ziel erreichen wird.

Die nächste Kleidersammlung hat der Arbeitskreis für den 12. Oktober (15 bis 17 Uhr) in den Verkaufsräumen der Firma Bödecker in Langgöns terminiert. Das Autohaus sorgt damit für eine weitere nachhaltige Unterstützung, denn auch die Container, in denen die Sachen aufbewahrt werden, befindet sich auf dessen Gelände.

Außerdem gilt ein großes Dankeschön dem Sanitätshaus Frohn (Gießen) für die Überlassung von Rollstühlen und Rollatoren, an die Metzgerei Dern (für Frühstück und Mittagessen), an den Landhandel Weil (Wiegen des Sattelzuges) sowie an das St.-Josefs-Krankenhaus in Gießen für die Überlassung der Inkubatoren.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare