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Die Weidighalle, Spielstätte der HSG Kleenheim, wurde in der handballlosen Zeit saniert. ARCHIVFOTO: PAD

Zulauf im Jugendbereich

Langgöns (iri). Herbert Röhrich, Vorsitzender der HSG Kleenheim, gab während der Jahreshauptversammlung des Vereins nach zwei Jahren einen Rückblick auf eine Zeit, die von der Pandemie geprägt war. Wie alle Vereine habe auch die HSG viele unerwartete Begebenheiten bewältigen müssen. Röhrich dankte allen, die dazu beigetragen haben, dass der Vereinsbetrieb in dieser schwierigen Zeit aufrechterhalten werden konnte, insbesondere im Bereich der Jugendarbeit.

Auch die Sponsoren hätten dem Verein die Treue gehalten und weiter unterstützt. Darüber hinaus gab es viele private Spenden. Mitgliedsaustritte gab es kaum. Aktuell hat die Spielgemeinschaft rund 230 Mitglieder. Während der handballlosen Zeit wurde die Weidighalle umfassend saniert.

Keiner will den Schiedsrichterjob

Im kommenden Jahr wird die HSG Kleenheim-Langgöns auf ihr 50-jähriges Bestehen zurückblicken. Das soll gefeiert werden, in der Planung sind derzeit einige sportliche Höhepunkte in Form von Turnieren und attraktiven Spielen, ein Jubiläumsbuch sowie ein Abend, zu dem möglichst viele ehemalige Aktive eingeladen werden. Mit Vertretern der drei Stammvereine TSV Niederkleen, TSV Ebersgöns und TSV Oberkleen soll die weitere Organisation und Planung des Jubiläums erarbeitet werden.

Der sportliche Leiter Christian Straßheim erläuterte den Entschluss, aufgrund von Corona die Saison 2020/21 erst gar nicht erst angefangen zu haben. Dies sei die einzig richtige Entscheidung gewesen. Die Befürchtungen, dass wegen Corona viele Kinder und Jugendliche dem Handballsport fernbleiben, habe sich zum Glück nicht bewahrheitet. Hier hätten alle Trainer Großartiges geleistet. Allen voran nannte er Christiane Bork-Werum, Regina Rüspeler und Teresa Lüdge, die sich unermüdlich eingesetzt hätten, unter anderem mit Online-Training. Dank ihnen gebe es heute sogar mehr Kinder zu betreuen und zu trainieren als vor Corona.

Aktuell habe das Frauenteam in der 3. Bundesliga die Saison 2021/22 im September begonnen. Die junge Mannschaft zeige noch keine konstanten Leistungen, aber das Potenzial sei da, mit den meisten Teams der 3. Liga mithalten zu können.

Christian Straßheim betonte, dass den Jugendteams die besondere Aufmerksamkeit gelten müsse. Momentan habe man keine A- und keine B-Jugend. Das sei für eine Frauen-Bundesliga und für einen Männer-Oberliga-Verein ein Desaster. In den jüngeren Jahrgängen wüchsen talentierte Spielerinnen und Spieler heran, diese müssten weiter gefördert werden. Es wurde ein Jugendausschuss gegründet, der sich um die Belange der Nachwuchsspieler kümmere, das laufe mit dem TSV Lang-Göns auch richtig gut. Auch ein Förderkreis wurde gebildet, um den Jugendtrainern eine Aufwandsentschädigung zukommen zu lassen und den Mannschaften Aktivitäten anzubieten, die außerhalb des Handballs das Miteinander und die Gemeinschaft fördern sollen.

Aus dem Jugendausschuss berichtete Christiane Bork-Werum. Die Minis und Midis tranierten sowohl in Langgöns als auch in Oberkleen. Die ältesten der Minis, genannt Maxis, absolvieren ein zusätzliches Training in Langgöns. In der Saison 2020/21 gab es acht Jugendmannschaften. Für die aktuelle Runde sind erneut acht Mannschaften gemeldet. Die nächste Minirunde wurde auf Januar 2022 verschoben. Aktivitäten für das kommende Jahr sind unter anderem eine Sommer-Olympiade, das Zeltlager in Lenste an der Ostsee, Aktionstage im Kindergarten und die Handball-AG an den Grundschulen in Lang-Göns und Oberkleen.

Vom Schiedsrichter- und Sekretärwesen berichtete Horst Rüspeler. Es gebe aktuell Schwierigkeiten, Schiedsrichternachwuchs zu bekommen, niemand sei bereit, dieses Amt zu übernehmen. Dabei würden Ausbildung und Ausrüstung bezahlt.

Bürgermeister Marius Reusch erläuterte die Sanierung der Weidighalle und entschuldigte sich für die Verzögerungen während der Bauphase.

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