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In Espa entsteht derzeit ein neues Baugebiet. Der Bedarf ist jedoch weiterhin riesig: Über 350 Interessenten stehen auf der Warteliste der Gemeinde Langgöns für einen Bauplatz. ARCHIVFOTO: HENSS

Zukunftsmusik fürs Gewerbe

  • vonPatrick Dehnhardt
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Langgöns (pad). Derzeit wird am neuen Regionalplan für Mittelhessen gearbeitet. Die Gemeinde Langgöns hat dabei als zukünftiges Gewerbegebiet das Areal Am Steinacker zwischen der westlichen Autobahnauffahrt und der Landesstraße nach Niederkleen benannt. Die Freien Wähler wollten zur jüngsten Gemeindevertretersitzung wissen, wie weit die Pläne für das Gebiet fortgeschritten sind.

Bürgermeister Marius Reusch antwortete, dass die Gemeinde auf eine Abfrage des Regierungspräsidiums Gießen geantwortet habe. Dieses wollte wissen, welche Flächen in den künftigen Regionalplan aufgenommen werden sollen. Bislang seien die Eigentümer lediglich hinsichtlich ihrer grundsätzlichen Verkaufsbereitschaft angeschrieben worden. »Eine Umsetzung des Vorhabens ist noch nicht in Planung«, so Reusch. »Es wird zunächst eine Grundsatzdebatte über die zukünftige Gewerbeentwicklung und den Standort geben müssen.«

350 Interessenten für Bauplätze

Im Zuge einer Anfrage zu den Bauplatzpreisen im Espaer Baugebiet »Gaulskopf« wollte die SPD wissen, wie viele Interessenten es für Bauplätze in Langgöns insgesamt gibt und wie viele junge Familien auf dieser Warteliste stehen. Reusch antwortete, dass derzeit 350 Interessenten auf der Warteliste stehen. Aus dieser geht jedoch nicht hervor, ob es sich um junge Familien handelt. Auch eine Festlegung auf einen bestimmten Ortsteil sei nur selten angegeben. Nach dem Beschluss der Gemeindevertretung zu den Grundstückspreisen würden die Interessenten auf der Liste angeschrieben und ihr Interesse an dem Baugebiet abgefragt. »Danach erfolgt die Vergabe der Plätze nach den neuen Bauplatzvergabekriterien im Gemeindevorstand.«

Zudem fragte die SPD nach, wie oft die Gemeinde bislang die Flugdrohne angefordert hat. Die Gemeinde hatte vergangenes Jahr einen Vertrag mit einem Bürger geschlossen, der das Gerät bei Bedarf zum Einsatz bringt. Reusch berichtete, dass es bislang kaum Einsätze gab, auch bedingt durch die Pandemielage. Bei einem Termin zur Baumspendenaktion hätten Gerät und Pilot jedoch gute Dienste geleistet.

Die SPD wollte auch wissen, ob beim Großbrand in Oberkleen die Drohne zum Einsatz kam. Der Bürgermeister sagte, dass dies nicht notwendig war, da zwei Drehleitern vor Ort waren, sodass ein Überblick über das Geschehen möglich war. Zudem könne die Feuerwehr die Drohne der Autobahnpolizei Butzbach anfordern. Deren Drohnenpiloten seien im Einsatz bei Bränden und anderen Gefahren besonders erfahren.

Reusch teilte zudem mit, dass aufgrund der Pandemielage der Vertrag über die Holzvermarktung mit der Fürstlichen Holzvermarktung Braunfels um ein Jahr verlängert wurde.

Einstimmig beauftragte das Parlament den Gemeindevorstand, die Seniorenfahrten zum Impfzentrum auf Personen ab 65 Jahren (zuvor 80 Jahre) auszuweiten.

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