Der Freizeitraum des Paul-Schneider-Freizeitheims ist seit Frühling 2019 verwaist. ARCHIVFOTO: PAD
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Der Freizeitraum des Paul-Schneider-Freizeitheims ist seit Frühling 2019 verwaist. ARCHIVFOTO: PAD

Zukunft weiterhin ungewiss

  • Patrick Dehnhardt
    vonPatrick Dehnhardt
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Langgöns(pad). Die Zukunft des Paul-Schneider-Freizeitheims nahe Dornholzhausen ist weiterhin ungewiss. Eigentlich wollte der Evangelische Kirchenkreis an Lahn und Dill in diesem Herbst eine Entscheidung fällen, ob die Einrichtung wieder öffnet oder gar verkauft wird. "Corona hat die diesbezüglichen Planungen erst einmal gestoppt", sagte Pressesprecherin Uta Barnikol-Lübeck auf Nachfrage dieser Zeitung.

An diesem Wochenende tagte zwar die Synode des Kirchenkreises. Über das Paul-Schneider-Freizeitheim wurde dabei aber nicht beraten, es handelte sich um eine reine Wahlsynode. Auch bei der Herbstsynode wird über die Einrichtung bei Dornholzhausen nicht gesprochen werden, sagte die Pressesprecherin.

Über eine halbe Million Besucher

Erst im kommenden Frühjahr soll im Rahmen einer Synode über die Prioritäten des Kirchenkreises geredet werden, dabei soll auch das Paul-Schneider-Freizeitheim auf der Tagesordnung stehen.

Der evangelische Kirchenkreis Wetzlar und der Kirchenkreis Braunfels hatten 1955 den Strauchhof gekauft, um ihn für die Jugendarbeit zu nutzen. Seit 1964 trägt das rund 7000 Quadratmeter große Areal den Namen "Paul-Schneider-Freizeitheim".

Über die Jahrzehnte wurde es von einem Selbstversorgerhaus zu einem modernen Veranstaltungszentrum weiterentwickelt. So gibt es zwei voneinander abtrennbare Gruppenbereiche, die sich eine Küche teilen. Im Anbau sind ein Spiele- und ein Versammlungsraum mit Tischtennisplatte untergebracht. Ein Bolzplatz, eine Grillhütte und ein Holzofen befinden sich auf dem Außengelände. Bis 2015 wurden über 500 000 Besucher gezählt. Gleichzeitig fuhr das Paul-Schneider-Freizeitheim pro Jahr rund 120 000 Euro Defizit ein.

Im Mai 2019 wurde das Freizeitheim kurzfristig geschlossen. Der Kirchenkreis an Lahn und Dill begründete diesen Schritt mit Personalmangel. Seitdem liegt das Areal im Dornröschenschlaf.

Die Gemeinde Langgöns hat sich für den Erhalt der Einrichtung eingesetzt. Zwischenzeitlich wurden über eine Nutzung als Tagespflegeeinrichtung, als Waldkindergarten oder als "Haus der Bildung gesprochen.

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