Ziel ist ökologische Aufwertung der Feldflur

  • VonRedaktion
    schließen

Langgöns (bf). Trotz pandemiebedingter Einschränkung des Vereinslebens hat die NABU-Vogel- und Naturschutzgruppe Lang-Göns einiges umgesetzt. Darauf wies Erster Vorsitzender Martin Wenisch anlässlich der Jahreshauptversammlung für 2019 und 2020 hin. Bei den Wahlen wurde der Vorstand im Amt bestätigt; Vorsitzender Wenisch wird von Merlin Hamp als 2.

Vorsitzendem vertreten, Geschäftsführerin bleibt Bettina Reimer. Der aktuelle Mitgliederstand beläuft sich auf 142 Personen.

In seinem Jahresbericht für 2019 stellte Wenisch zunächst die Eckpunkte der Vereinsarbeit vor: So wurden unter anderem Steinkauzröhren im Streuobstbestand westlich von Langgöns aufgehängt, Nistkastenkontrollen und Schwalbenzählungen wurden vorgenommen. Bei der Haselmauserfassung im Waldgebiet Junge Mark wurden zwei erwachsene Tiere in einem Nest gefunden, die Ergebnisse wurden dem Hessischen Landesamt für Naturschutz und Geologie (HLNUG) weitergeleitet. Es gab einen gut besuchten Vortrag von Prof. Günther Leithold über ökologische Landbewirtschaftung und verschiedene Exkursionen, darunter auch eine zu den Feldhamstergebieten in der Gemeinde und eine Vogelstimmenwanderung in Kooperation mit dem NABU Dornholzhausen. Gemeinsam mit dem NABU Grüningen/Dorf-Güll/Holzheim wurden am Vogelbeobachtungstag im Oktober auf der Grüninger Warte Vogelzählungen und -beobachtungen durchgeführt. Darüber hinaus war der Verein bei einer Begehung im Waldgebiet Wehrholz mit Hessen Forst beteiligt, bei der Waldschäden und Neuanpflanzungen im Fokus standen.

Jungvögel versorgt

Für die Gemeinde Langgöns wurde das Plangebiet für ein Rückhaltebecken auf Feldhamstervorkommen geprüft, weitere Abstimmungsarbeit gab es mit Hessen Forst zu den Themen Naturschutzgebiete und Natura-2000-Gebiete sowie mit dem RP Gießen u. a. zu den Themen Feldhamsterschutz und Feldflurprojekt. An der Veranstaltung zur Eröffnung des »Feldflurprojekts Gießen Süd« mit Staatsministerin Hinz war der NABU Lang-Göns ebenfalls beteiligt.

Aktivitäten und Eckpunkte der Vereinsarbeit 2020 waren unter anderem eine Uhubrutplatzbesichtigung mit dem Forstamt Wetzlar im Steinbruch Oberkleen, die Übergabe von Nistkästen an die Kita »Kinderhaus Fasanenweg« und die Beteiligung am runden Tisch »Naturschutz und Landwirtschaft« der Gemeinde.

Wenisch sagte, man sei stets bemüht, die Feldflur ökologisch aufzuwerten. Wie im Vorjahr gab es eine Vogelbeobachtung auf der Grüninger Warte in Zusammenarbeit mit dem benachbarten NABU. Bei der Kontrolle der Haselmauskästen in der Jungen Mark wurden sechs erwachsene Haselmäuse und drei leere Nester gefunden, dreimal mehr als im Vorjahr. Die Ergebnisse wurden ans HLNUG weitergeleitet. Mehrere Jungvögel, die besorgte Bürger brachten, wurden von Wenisch erstversorgt und in die Vogelklinik nach Gießen transportiert.

Mit der Gemeinde Langgöns fand Abstimmungsarbeit zu Feldwegebau, Mehlschwalbennistmöglichkeiten und Artenschutz im Offenland statt, bei einer Besprechung im Forstamt Wetzlar ging es um Naturschutz- und FFH-Gebiete, darunter der Kümmelberg und das Wehrholz.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare