Wohnen und Arbeiten in Niederkleen: Entlang der Butzbacher Straße soll ein 2100 Quadratmeter großes Mischgebiet entstehen. FOTO: CON
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Wohnen und Arbeiten in Niederkleen: Entlang der Butzbacher Straße soll ein 2100 Quadratmeter großes Mischgebiet entstehen. FOTO: CON

Wohnbebauung hat Vorrang

  • vonConstantin Hoppe
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Langgöns(con). Wohnen und arbeiten in Niederkleen: Wie könnte hier ein Mischplatz der Zukunft aussehen? Dieser Frage ging am Mittwochabend der Bauausschuss der Gemeindevertretung Langgöns in einer gemeinsamen Sitzung mit dem Ortsbeirat Niederkleen nach. Rund 2100 Quadratmeter stehen in Niederkleen entlang der Butzbacher Straße zur Verfügung. Zwei Projektierer - die Firma Hildebrand aus Butzbach und die Firma Bork aus Niederkleen - stellten anlässlich der Sitzung vor, wie sie sich die Zukunft des Platzes vorstellen könnten.

Eine Gemeinsamkeit weisen beide Vorschläge auf: Altersgerechte und barrierefreie Wohnmöglichkeiten sowie eine kleine Nahversorgung für den Langgönser Ortsteil.

Plan I: Bäckerei und Physiotherapie

Dabei zeigten sich nahezu alle Ausschussmitglieder am Mittwoch zuerst skeptisch - denn das Mischgebiet in direkter Nachbarschaft zum neuen Feuerwehrgerätehaus ist mit rund 2100 Quadratmetern nicht sonderlich groß. Das Areal hat zudem noch einen ungewöhnlichen Zuschnitt. Doch beide vorgestellten Varianten konnten überzeugen.

Seitens des Bauunternehmens Hildebrand kann man sich vorstellen, auf der Fläche insgesamt vier Gebäude zu errichten: Zwei Mehrfamilienhäuser mit je fünf Wohneinheiten, eine Gebäude zur gewerblichen Nutzung und ein Einfamilienhaus. Zudem laufen Überlegungen, eine Bäckerei und eventuell eine Physiotherapie-Praxis einzurichten. Interessenten dafür gibt es bereits, wie Frank Hildebrand mitteilte. Vor allem sollte das Gebiet so auch baulich eine Verbindung zwischen der bestehenden Bebauung an der Butzbacher Straße, dem entstehenden Gewerbegebiet sowie dem zukünftigen Wohngebiet schaffen, erläuterte er. Zudem solle der derzeit auf der Fläche bestehende Baumbestand erhalten bleiben; auch eine Dachbegrünung ist in dem Vorschlag vorgesehen.

Plan II: Dorfladen und Boardinghouse

Auch in der Variante der Firma Bork steht die Wohnbebauung im Mittelpunkt: Ein langgezogenes Gebäude über die gesamte Fläche, inklusive einem potenziellen Dorfladen sind für die Planer denkbar. "Wir stellen uns hier eine Durchmischung der Nutzung wie in unseren bereits verwirklichten Projekten in Butzbach vor", berichtete Udo Piske. In dem Gebäude ist eine Mischung von normalen Wohnungen vorgesehen, sowie ein Boardinghouse - also Appartements, die für Mitarbeiter des Betriebs kurzzeitig gemietet werden können. Insgesamt sind 15 bis 17 Wohneinheiten in der Planung vorgesehen.

Aber klar ist auch, das Projekt ist erst in den Startlöchern und alle vorgestellten Optionen sind nur die ersten Vorschläge, was sich auf der Fläche verwirklichen ließe. Was bei dem Verfahren zum Schluss herauskommt, das werden erst die nächsten Gesprächsrunden zeigen.

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