Waldbrände und Gaslecks bekämpft

Ruhig geht anders: Die Langgönser Feuerwehren mussten im vergangenen Jahr insgesamt 151-mal zu Einsätzen ausrücken – 56 Einsätze mehr als noch im Jahr 2017. Das berichtete Gemeindebrandinspektor Thomas Heckrodt im Rahmen der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde.

Ruhig geht anders: Die Langgönser Feuerwehren mussten im vergangenen Jahr insgesamt 151-mal zu Einsätzen ausrücken – 56 Einsätze mehr als noch im Jahr 2017. Das berichtete Gemeindebrandinspektor Thomas Heckrodt im Rahmen der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde.

60 Brandeinsätze – fast doppelt so viele wie im Vorjahr – und 76 Hilfeleistungen verlangten den Einsatzkräften viel ab. Hinzukommen noch einmal 15 Fehlalarme sowie 14 Einsätze im vorbeugenden Brandschutz, neun Brandsicherheitsdienste und 5 Brandschutzfrüherziehung.

Ein großer Waldbrand zwischen Cleeberg und Waldsolms forderte die Feuerwehrleute besonders. Insgesamt waren vier Löschzüge mit 94 Einsatzkräften eingesetzt. "Die kreisübergreifende Arbeit mit Waldsolms hat reibungslos funktioniert", berichtete der Gemeindebrandinspektor. Explosiv war ein Einsatz am 13. Juni: Hier trat an einer Tankstelle in der Leihgesterner Straße in Lang-Göns Gas aus. Die Leitung eines Gastanks zur Zapfsäule hatte ein Leck bekommen – daher trat auch nach dem Abschiebern des Tanks weiter Gas aus. Dies konnte erst durch die manuelle Öffnung der Leitung an der Zapfsäule behoben werden. "Die Kameraden haben dies unter Explosions- beziehungsweise Lebensgefahr getan", sagte Heckrodt.

Damit eine solche Anzahl an Einsätzen überhaupt bewältigt werden kann, ist eine schlagkräftige Feuerwehr vonnöten: Hier kann Langgöns auf 182 aktive Einsatzkräfte blicken – einer weniger als im Vorjahr, also größtenteils stabil.

Der Zuschussantrag für die drei neuen Tragspritzenfahrzeuge für Dornholzhausen, Espa und Niederkleen ist gestellt. Nach der Zusage soll die Ausschreibung dieses Jahr erfolgen. Und für das neue Feuerwehrhaus in Niederkleen hofft man Mitte des Jahres auf die Fertigstellung – Richtfest wird bereits am kommenden Freitag gefeiert.

Für langjährige Dienste in der Einsatzabteilung wurden Anerkennungsprämien vergeben: Seit zehn Jahren sind Dominik Dorn, Gabriel Jung, Jan Reisewitz, Lukas Schindel und Fedlix Plescher in ihren Einsatzabteilungen aktiv. Seit 20 Jahren Susanna Carroll, Michale Gillmann, Nadine Haub, Daniel Möllenbeck, Heidi Schäfer und Wilma Schäfer. Jörg Schmidt erhielt eine Anerkennung für 50 Jahre im Feuerwehrdienst und Uwe Müller ist seit 40 Jahren Feuerwehrmann. Die goldene Ehrennadel des Landes Hessen erhielten Susanna Carroll, George Michael, Heidrun Schäfer und Wilma Schäfer. Das silberne Brandschutzehrenzeichen wurde an Andreas Heep, Nils Klingelhöfer, Uwe Metzger und Patrick Selig vergeben. Harald Metz wurde mit dem Goldenen Brandschutzehrenzeichen ausgezeichnet.

Besondere Ehrung für Röhrig

Die goldene Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes ging in diesem Jahr an ein Mitglied der Langgönser Feuerwehr, dass sich in besonderem Maße und über mehrere Jahrzehnte hinweg für die Freiwillige Feuerwehr eingesetzt hat: Bürgermeister Horst Röhrig. "Das ist das erste Mal, dass diese Auszeichnung im Rahmen der Jahreshauptversammlung verliehen wird", sagte Gemeindebrandinspektor Heckrodt. Aber das blieb nicht die einzige Premiere des Abends: Mit Jasmin Röhrich wurde zum ersten Mal eine Feuerwehrfrau in Langgöns in den Rang einer Brandmeisterin befördert. Auch Stefan Brück, Benedikt Lang und Steffen Fritz wurden zu Brandmeistern ernannt. Marko Pietron, Julian Rosbach wurden in den Rang von Oberlöschmeistern befördert. Torsten Rühl, Philipp Mank und Thorsten Rühl sind neue Löschmeister in ihren Einsatzabteilungen und Alexander Schwedes wurde zum Hauptfeuerwehrmann ernannt.

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