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Beim Ortsrundgang durch Cleeberg werden Ideen zur Steigerung der Attraktivität des Dorfes gesammelt.

Vision Künstlerdorf Cleeberg

  • vonConstantin Hoppe
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Langgöns (con). Sechs Stationen und einige kurze Zwischenstopps warteten am Dienstag auf die Teilnehmer eines Rundgangs durch den Cleeberger Ortskern. Dazu hatte die Gemeinde Langgöns zusammen mit der IKEK-Steuerungsgruppe »Team 360°« eingeladen, um mögliche Projekte für das IKEK-Programm vorzustellen.

Das vielleicht größte Problem in Cleeberg, dazu auch die wohl größte finanzielle Investion, stellte gleich der Startort des Rundgangs dar: Das Bürgerhaus. »Es ist unmöglich, wie hier die Bürger hergeleitet werden«, meinte Architekt Rainer Tropp auf dem kleinen Parkplatz vor dem Gebäude. Denn das Gebäude ist bisher nur über die Ortsdurchfahrt zu erreichen - diese muss überquert werden. »Der Weg muss für Senioren und Rollstuhlfahrer sicherer gemacht werden«, sagte er. Auch die Parkplatzsituation sei »katastrophal«. Er schlägt deshalb einen Fußweg auf der anderen, ortszugewandten Straßenseite vor: Dieser könnte über eine Brücke über den Bachlauf führen. »Es wäre ein finanziell aufwendiges Projekt, aber ein lohnendes«, meint Tropp.

Rastmöglichkeiten für Radwanderer

Zwei weitere Ideen des Architekten sind Pforten an den beiden Einfahrten zum alten Ortskern an der Unteren Pforte und der Oberen Pforte, um so die Ortseingänge interessanter zu gestalten.

Auch die Anbindung ans Radnetz ist aus Sicht der Steuerungsgruppe verbesserungswürdig: »Touristisch interessante Orte - und das ist Cleeberg - benötigen Wege. Dazu braucht es Rastmöglichkeiten, Toiletten und eine Möglichkeit, Essen und Trinken zu bekommen, und sei es nur aus einem Automaten«, schlägt er vor. Gerade in diesem Bereich bieten sich in Cleeberg besondere Chancen: Denn neben dem Integrierten kommunalen Entwicklungskonzept (IKEK), das die Erneuerung der Ortskerne zum Ziel hat, befindet sich Cleeberg auch im SILEK-Prozess (Integrierte Ländliche Entwicklungskonzepte mit räumlichem und thematischem Schwerpunkt), der die nähere Umgebung des Ortes im Blick hat. Auch hier tritt das »Team 360°« als Koordinator auf.

Mit Blick auf den historischen Ortskern in Kombination mit der besonderen Topografie des Dorfes hatte der Architekt weitere Ideen: »Ich kann mir gut vorstellen, dass Kunstkurse Cleeberg besuchen, um die verschiedenen Ansichten zu malen«, erklärte er an der Unteren Pforte - mit Blick den Hang hinauf auf Kirche und Schloss. »Das wäre meine Vision für 2030: Ein Künstlerdorf Cleeberg.«

Immer wieder kommen auch Ideen nach einem Café-Standort auf, bis Bürgermeister Marius Reusch einschreitet: »Wir müssen hier ein bisschen aufpassen - jetzt haben wir schon sechs Standorte für Cafés in Cleeberg gefunden«, meinte er augenzwinkernd.

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