Bürgermeister Reusch ist zufrieden mit der bisherigen Unterstützung der Langgönser Klimaschutzaktion durch die Bevölkerung. FOTO: CON
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Bürgermeister Reusch ist zufrieden mit der bisherigen Unterstützung der Langgönser Klimaschutzaktion durch die Bevölkerung. FOTO: CON

Viele machen mit

  • vonConstantin Hoppe
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Langgöns(con). Der Wald hat in den vergangenen Jahren vielerorts gelitten - große Waldbereiche sind durch die Trockenheit erkrankt oder bereits abgestorben. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, setzt die Gemeinde Langgöns auf die Unterstützung der Zivilgesellschaft: Seit dem 1. Dezember des vergangenen Jahres können Langgönser Bürger bei der Aktion "Bäume für den Klimaschutz" Bäume spenden, mit denen in den kommenden Monaten Waldbereiche wieder aufgeforstet werden sollen.

Dankeschön-Treffen

Und die Aktion war bis heute ein voller Erfolg: 15 500 Euro sind bislang bei der Gemeinde eingegangen. "Das ist ein stolzer Betrag und wirklich schon eine Hausnummer", freut sich Bürgermeister Marius Reusch. Insgesamt 130 Personen und Gruppen nahmen bislang an der Aktion teil.

Um diesen zu danken, gab es am Samstag ein Dankeschön-Treffen auf dem Vorplatz des Rathauses. Viele der Spender kamen, freuten sich über die Wertschätzung seitens der Gemeinde und klebten kleine Rindenstückchen mit ihrem Namen auf einen Holzbaum, den eigens die Akteure der Langgönser Seniorenwerkstatt kreiert hatten. Dieser soll später im Rathaus seinen Platz finden.

"Die hohe Beteiligung an der Aktion, die von unserer Klimaschutzmanagerin Susanne Müller initiiert wurde, hat gezeigt, wie groß die Verbundenheit in der Gemeinde ist", lobte Reusch. Mit der Spende soll die Wiederaufforstung unterstützt werden - auch die Gemeinde wird dazu noch erhebliche Beträge aufwenden müssen. "Die Spenden sind aber ein guter und wichtiger Beitrag", sagte der Bürgermeister.

Alleine in der Langgönser Gemarkung finden sich rund 40 Hektar mit abgestorbenen Bäumen, die nun abgeholzt werden müssen. "Das sind rund 56 Fußballfelder", berichtete Revierförster Rolf Krämer. Noch vor Weihnachten soll begonnen und eine erste Fläche in der Abteilung 305 im zwischen Lang-Göns, Dornholzhausen und Niederkleen gelegenen Waldgebiet Wehrholz mit jungen Bäumchen aus den Spendengeldern aufgeforstet werden. "2021 können Sie die fertigen Kulturen dann bei Ihrem Sonntagsspaziergang besuchen", lud der Förster ein.

Zehn Euro für ein Bäumchen

Neben Einzelspendern gab es auch viele Gruppen, Vereine und heimische Unternehmen, die bei der Aktion mitgemacht haben, darunter die Naturschutzbund-Gruppe Oberes Kleebachtal, der TSV Lang-Göns, AMC Langgöns, der Förderverein soziale Dienste, der Oberkleener Jagdpächter Jochen P. Schumacher und die Firmen Faber & Schnepp sowie Christ Feinmechanik, die großzügig gespendet haben.

Die Firma Tilly Hedrich hat dazu noch eine besondere Aktion gestartet: Das Unternehmen, Lieferant von Heizöl und Festbrennstoffen, hat die Holzpellets-Versorgung mit in ihr Angebot aufgenommen. "Bei jeder Bestellung spendet Hedrich uns nun Bäume", berichtete Reusch, sichtlich froh über die Unterstützung der heimischen Unternehmen.

Aber das Treffen am Samstag sollte nicht nur dem Dank an die Spender dienen: Die Gemeinde hofft auch, noch einmal Aufmerksamkeit auf die Aktion zu lenken - denn diese geht weiter. Zehn Euro kostet ein Bäumchen inklusive dessen Pflege. Spenden werden auf die Konten der Gemeinde Langgöns unter dem Stichwort "Aktion Bäume für den Klimaschutz" erbeten. Spendenquittungen werden ab einem Betrag von 50 Euro ausgestellt.

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