In den Ortsdurchfahrten - hier der Lang-Gönser Schmittgraben - soll nach Willen der Freien Wähler nachts Tempo 30 gelten. 		FOTO: PAD
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In den Ortsdurchfahrten - hier der Lang-Gönser Schmittgraben - soll nach Willen der Freien Wähler nachts Tempo 30 gelten. FOTO: PAD

»Unzumutbare Lärmbelastung«

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Langgöns (pm). In Arbeitsgruppen beschäftigt sich die Freie Wählergemeinschaft (FWG) in Langgöns derzeit mit ihren Schwerpunkten nach der Kommunalwahl im März.

Die Wählergemeinschaft will sich für den Gemeindewald engagieren und hat eine Baumpatenschaft für zehn Bäume übernommen. Der Wald habe eine große Bedeutung für das Ökosystem und auch als Naherholungsgebiet für die Bevölkerung. FWG-Mitglied Dr. Tanja Osthushenrich erklärte, jeder könne sich engagieren und zum Beispiel eine solche Baumpatenschaft übernehmen. Zudem könne man »mit rücksichtsvollem Verhalten in Wald und Flur dazu beitragen, dass der Lebensraum für Wildtiere erhalten bleibt«.

Die Aufforstung mit widerstandfähigen Baumarten sollte mit waldpädagogischen Angeboten kombiniert werden, so wächst das Bewusstsein für das sensible Ökosystem, lautet eine weitere Forderung der FWG.

Ergänzend dazu müssen seitens des Landes Hessen und der Gemeinde Langgöns die Rahmenbedingungen geschaffen werden, um den Wald mit Blick auf den Klimawandel zukunftsfähig zu gestalten. »Dafür brauchen wir eine langfristige Strategie«, schreibt die FWG-Vorsitzende Astrid Müller in ihrer Pressemitteilung. Sie ist auch die Spitzenkandidatin der Wählergemeinschaft für die Wahl zur Gemeindevertretung.

Auf Willen der Bürger reagieren

Ein weiteres großes Ziel der FWG für die kommende Legislaturperiode sei die Abschaffung der einmaligen Straßenbeiträge. In vielen Nachbarkommunen wie Linden, Pohlheim oder Hüttenberg habe die Kommunalpolitik bereits auf den Willen der Bürger reagiert und die Abschaffung umgesetzt.

Auch die FWG in Langgöns ist der Meinung, dass die aktuellen Straßenbeiträge nicht mehr zeitgemäß sind. Der zweite Vorsitzende Christoph Meywald führt dazu aus: »Gerade im ländlichen Raum sind diese Beiträge unsolidarisch und ungerecht, da stark ausgelastete Straßen öfter erneuert werden müssen. Viele Bürgerinnen und Bürger können die hohen Beträge gar nicht oder nur mit Mühe aufbringen.«

Außerdem setzt sich die FWG für eine Verbesserung der Verkehrssituation der Durchgangsstraßen im Kernort und den Ortsteilen ein. Die Anwohner seien durch den steigenden Durchgangsverkehr »einer unzumutbaren Lärmbelastung ausgesetzt«, die durch eine Sanierung der maroden Fahrbahn und Lenkung des Schwerlastverkehrs grundsätzlich geregelt werden müsse.

Weitere Schwerpunkte, die die FWG in den Blick nehmen will, sind in den Ortsteilen in Oberkleen die Ortsdurchfahrt und das Versetzen des Ortseingangsschildes ab Baugebiet Riebäcker, die Verkehrsführung in und um Niederkleen sowie eine innerörtliche Radwegeausschilderung.

Als kurzfristige Maßnahme will die Wählergemeinschaft Tempo 30 mindestens in der Zeit von 22 bis 6 Uhr für alle Ortsdurchfahrten in der Großgemeinde durchsetzen. An den besonders neuralgischen Punkten sollten feste Blitzer installiert werden.

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