Jubiläum

Umweltbewusste Motorsportler

Vor 50 Jahren wurde der AMC Langgöns gegründet. Heute sind es heute 100 aktive Fahrer, dazu 200 Mitglieder. Doch wie sieht die Zukunft des AMC aus? Vorsitzender André Seipp gibt Antworten.

Herr Seipp, welche Bedeutung hat der Motorsport in Langgöns?

André Seipp: Langgöns hat eine über 90-jährige Tradition im Autosport, dazu kommen jetzt noch einmal 50-Jahre Motorradsport. Der Motorsport ist also fest verwurzelt in der Gemeinde. Das führt auch dazu, dass unser Verein mittlerweile sehr akzeptiert und anerkannt ist. Gerade vonseiten der Gemeinde und der Verwaltung haben auch unsere Bemühungen um den Umweltschutz zu viel Anerkennung geführt. Die Zusammenarbeit ist aller erste Sahne.

Motorsport und Umweltschutz – lässt sich das überhaupt in Einklang bringen?

Seipp: Auf dem AMC-Gelände gibt es eine bemerkenswerte Population der vom Aussterben bedrohten Gelbbauchunken. Die durch Reifenspuren und die wechselnde Anlage der Rennstrecke verursachen Wassertümpel sind eine ideale Brutstätte für die streng geschützte Art. Die Unken leben im wechselnd warmen Wasser der bewuchsfreien Wasserlöcher, später ist der nahe Wald ihr Lebensraum. Wir arbeiten deshalb auch stark mit dem Nabu, Hessen Forst, dem Umweltministerium und Jagdpächtern zusammen. Dabei denken viele, dass sich Motorsport und Umweltschutz ausschließen – das ist aber nicht der Fall. Erst in diesem Jahr wurde eines unserer Mitglieder wegen sei es Engagements um den Umweltschutz ausgezeichnet.

Apropos Jugend, wie wichtig ist die Jugendarbeit für den Verein?

Seipp: Unheimlich wichtig. Wir haben Kinder dabei, die Mittags mit dem Fahrrad zur Sportanlage gefahren kommen und dann auf der Kinderstrecke trainieren – die Einverständniserklärung der Eltern und die entsprechende Sicherheitsausrüstung vorausgesetzt. Für das Training in der Kinder- und Jugendgruppe werden dann kleine Motorräder benutzt: Gestartet wird bei den Jüngsten mit Hubraumklasse 50 Kubikzentimeter, bis zum Alter von 18 Jahren steigt dann auch entsprechend die Größe des Motorrads. Ein bestimmtes Einstiegsalter ist dabei nicht vorgegeben, sobald man Fahrradfahren kann, kann man bei uns in der Jugendgruppe anfangen: Der jüngste Fahrer ist derzeit fünf Jahre alt. Durch das Training werden auch das Gleichgewichtsgefühl und die körperliche Fitness trainiert.

Welche Themen werden aus ihrer Sicht den AMC Langgöns in Zukunft beschäftigen?

Seipp: Unser Dauerthema ist natürlich die Jugendarbeit. Wir wenden viel Zeit für Lehrgänge, Trainings und die Motivation der Jugendlichen auf. Daneben engagiert sich der Verein auch stark für den Umweltschutz – es gibt bei uns auf dem Gelände eine sehr positive Umweltentwicklung. Außerdem gehen wir natürlich auch der Förderung des Sports nach. Derzeit bereiten wir uns auch wieder auf die Renn-Serie vor.

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