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In Dornholzhausen gibt es viele Vorschläge, wie die Dorf-App gestaltet werden könnte. FOTO: SE

Start im Herbst

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Langgöns(se). Eine Vielfalt von Möglichkeiten der ortsinternen Kommunikation bietet die sogenannte Dorf-App, die in einem Pilotprojekt in Dörfern des Landkreises Gießen in diesem Jahr erprobt werden soll. Neben Harbach, Königsberg, Oppenrod und Treis/Lda. beteiligt sich die auch Dornholzhausen an diesem Pilotprojekt.

Viele Kategorien

In seiner Sitzung am Montagabend beriet der Ortsbeirat Dornholzhausen unter dem Vorsitz des Ortsvorstehers Martin Edelmeier über die inhaltliche Ausgestaltung dieser App. Vorab sollen mit dem Landkreis Gießen, dessen Demografie-Beauftragter Dr. Julien Neubert (inzwischen als Bürgermeister der Stadt Lich im Amt) dieses Projekt begleitet hat, mehrere Fragen geklärt werden: Wer übernimmt die Finanzierung, Pflege und Betreuung? Woher kommt die App? Wie sieht der zeitliche Fahrplan aus? Für wichtig erachtet der Ortsbeirat die Möglichkeit, diese App auch am Computer abrufen zu können. Allerdings gibt es auch die Idee, eine "digitale Stele" an einem zentralen Punkt im Ort zu errichten.

Zur inhaltlichen Ausgestaltung dieser Plattform schlägt der Ortsbeirat mehrere Kategorien vor, etwa Vereine, Marktplatz, Mitteilungen, Terminkalender, Mobilität, Links. In diese Rubriken sollen die Bereiche Flohmarkt, Angebote/Suche (auch offen für Gewerbetreibende), Verschenken/Verkaufen, aber auch Tätigkeiten, die angeboten oder benötigt werden, ebenso untergebracht werden wie der Wunsch, Mitfahrgelegenheiten zu nutzen oder anzubieten.

Nach Möglichkeit soll dies auch kurzfristig über einen Dorf-Chat ("Eselsgebabbel") erfolgen. Außerdem, so der Ortsbeirat, soll die Dorf-App einen Terminkalender (einschließlich der Abfuhrdaten), Öffnungszeiten nicht nur öffentlicher Einrichtungen und amtliche Mitteilungen sowie Vereins- und kirchliche Nachrichten enthalten. Informationen über den Kindergarten, Sitzungen des Ortsbeirats, die Ortsvereine, Bringdienst, Abholservice, kurzfristig benötigte Hilfe im Haushalt sollte die App ebenfalls enthalten.

Bei der Vorstellung dieses Projektes durch den Landkreis Gießen wurde mitgeteilt, dass eine Steuerungsgruppe bestehe, die mit Bürgermeistern und Ortsbeiräten das weitere Vorgehen abstimmen werde. So soll die App nach einer Testphase im Herbst dieses Jahres zur Anwendung kommen. Hat sich dieses Programm in den fünf Dörfern bewährt, dann soll eine solche Dorf-App in möglichst vielen Ortschaften des Kreises Gießen installiert werden. Wie das Ganze dann organisiert und auch finanziert werden soll, ist noch offen. Für das auf zwei Jahre angelegte Pilotprojekt wurden 254 000 Euro veranschlagt. 65 Prozent schießt die EU aus dem LEADER-Programm zu, das zur Stärkung des ländlichen Raums ins Leben gerufen wurde.

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