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Für den Platz am Alten Rathaus gibt es einige Ideen.

Schönheitskur für Dorfgemeinschaftshaus

  • vonPatrick Dehnhardt
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Langgöns (pad). Beim Ortsrundgang zur Dorfentwicklung in Oberkleen warteten acht Stationen auf die Teilnehmer. Dazu hatte die Gemeinde Langgöns zusammen mit der IKEK-Steuerungsgruppe »Team 360°« eingeladen.

Bürgermeister Marius Reusch sagte, dass in Oberkleen ein kleineres Programm vorgesehen sei, da erst vor Kurzem das Alte Rathaus umfangreich saniert wurde. Im Rahmen des Integrierten kommunalen Entwicklungskonzepts (IKEK) sollen jedoch alle Ortsteile zum Zuge kommen. So wie in Niederkleen können auch in Oberkleen Privatleute für Sanierungen Fördergelder erhalten.

»Das Haus ist für mich wie tot«, formulierte Architekt Rainer Tropp eine harte Kritik an der Optik des Dorfgemeinschaftshauses. Er schlug vor, es mit gärtnerischen Akzenten zu verschönern und eine Pergola zu installieren.

Unterhalb der Kirche liegt der ehemalige Festplatz. Das Areal gehört der Kirche. Tropp regte an, es mit dem Dorfgemeinschaftshaus zu verbinden und besser zu nutzen. Für eine attraktivere Gestaltung sprach sich auch Inge Michel vom Förderverein der St. Michaeliskirche Oberkleen aus.

Martin Hanika schlug vor, über die kleine Brücke eine Pkw-Zufahrt in die Brühlgasse zu ermöglichen, um so den innerörtlichen Verkehr zu reduzieren.

Eine weitere Idee stellte Ortsvorsteherin Peggy Engel im Namen des Oberkleener Jugendparlaments vor: Das Untergeschoss des Evangelischen Gemeindehauses als Treffpunkt für ein gemeinsames Projekt von Senioren und Kindern zu nutzen.

Kulturscheune

Für das Areal hinter dem Alten Rathaus gab es ebenfalls Gestaltungsideen. Tropp schlug vor, den Platz ebenerdig zu gestalten, um ihn besser nutzbar zu machen. Reusch sagte, dass man die angrenzende Scheune gerne kaufen würde, um dort eine »Kulturscheune« einzurichten.

Vor einem Monat schloss der Lebensmittelmarkt in der Ortsmitte. Nur die Post und eine Lottoannahmestelle sind dort jetzt noch zu finden.

Über die Nutzung der Gartenflächen am Hang gingen die Meinungen auseinander. Tropp sah das Gelände als Standort für ein kleines Seniorenzentrum. Das sahen die Teilnehmer anders: Die Funktion der Grünflächen wurde betont, zudem ein mögliches Gemeinschaftsgartenprojekt ins Gespräch gebracht.

Eine weitere Station des Ortsrundgangs war die Kreuzung rund um das Gasthaus Schütz. Dort herrschte Einvernehmen, dass bei Um- und Neubauten das historische Ortsbild erhalten bleiben soll.

Für das Feuerwehrhaus ist eine Erweiterung vorgesehen, der angrenzende Spielplatz soll unter Einbezug des Kleebachs umgestaltet werden.

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