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Die Freien Wähler kritisieren, dass zu viele Schilder am Straßenrand stehen. ARCHIVFOTO: PAD

»Schilderwald« in Langgöns?

  • Patrick Dehnhardt
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Langgöns (pad). Die Langgönser Freien Wähler kritisieren, dass an den Straßen in der Gemeinde zu viele Verkehrszeichen stehen. In der Gemeindevertretung stellten sie nun einen Antrag, den Schilderwald zu lichten.

»Es hat eine Überregelung mit Verkehrsschildern stattgefunden«, sagte Markus Beppler. Er nannte als Beispiele den Branntweinweg, den Radweg von Niederkleen nach Oberkleen und die Kreuzung Blauäckerweg. Zudem kritisierte er, dass mittlerweile an fast jedem Feldweg ein Schild »Durchfahrt verboten« mit der Ausnahme für land- und forstwirtschaftlichen Verkehr zu finden sei.

Da die Einhaltung zu selten kontrolliert werde und zudem die Beschilderung vielfach nicht auf Zustimmung der Bevölkerung stoße, »können solche Schilder auch entfernt werden«. Darum solle die Ortspolizei gebeten werden, die Notwendigkeit zu überprüfen. Beim neuen Aufstellen von Schildern solle nach Wunsch der Freien Wähler auch der jeweilige Ortsbeirat informiert werden.

Bürgermeister Marius Reusch kündigte an, den Prüfauftrag gerne umzusetzen. Jedoch bekomme die Verwaltung fast täglich Anrufe, sie solle doch noch mehr Schilder aufstellen. Auf überörtlichen Straßen (ab Kreisstraße aufwärts) dürfe die Gemeinde nicht einfach so Verkehrszeichen aufbauen oder entfernen. Im Gemeindegebiet selbst kontrolliere die Verkehrsschau die Zahl der Schilder. Reusch kündigte zudem ein Konzept für den Branntweinweg an. Der Antrag wurde einstimmig beschlossen.

Schulwege sicherer machen

Ein zweiter Antrag der Freien Wähler hatte zum Ziel, Tempo-30-Zonen und Schulwege besser zu kennzeichnen. Michael Buss (Grüne) wunderte sich darüber: »Der erste Antrag lief darauf hinaus, die Beschilderung zu reduzieren. Dieser läuft darauf hinaus, sie zu verstärken.«

Sebastian Fuchs (FW) erklärte dazu, dass damit auch Fahrbahnmarkierungen gemeint seien, welche die Aufmerksamkeit auf die Tempolimits lenken. Die Schulwege sollten überprüft und bei Bedarf verbessert werden.

Buss regte an, dies in Zusammenarbeit mit den Schulen anzugehen und im Sozialausschuss zu beraten. Axel Wehrend (SPD) sagte, dass auch in den Ortsteilen die Wege der Kinder zu den Bushaltestellen betrachtet werden müssten. Der Sozialausschuss wird demnächst darüber beraten.

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