+

Scheppe Mauern

  • Patrick Dehnhardt
    vonPatrick Dehnhardt
    schließen

Langgöns(pad). Die Kreisstraße 365 schlängelt sich durch das malerische Cleeberg. Wer den Blick nicht auf die schöne Burg, den schönen Ortskern und den schönen Wald, sondern auf die schnöden Betonstützwände an der Espaer Straße richtet, dem fällt auf, dass da etwas schief ist.

Bei der Stützwand nahe der Kreuzung zur Gaulbach hat sich die Spitze einiger Betonelemente um eine Handbreite in Richtung Fahrbahn geneigt. Auch an der zweiten Stützwand weiter unterhalb haben sich die Elemente verschoben. Dies lässt sich besonders gut an einer losen Fugenfüllung erkennen, die noch an der Oberkante festhängt, sonst jedoch frei vor der zurückspringenden Wand baumelt.

Die beiden sogenannten Hangstützbauwerke gehören zur Kreisstraße, womit der Landkreis in der Unterhaltspflicht ist. Dort sind die Schäden "seit mindestens 2007" bekannt.

"Aufgrund der geringen Neigung von maximal fünf Zentimetern zur Fahrbahn und keiner Veränderung in den letzten 13 Jahren besteht hier allerdings kein dringender Sanierungsbedarf", teilt Pressesprecherin Louisa Wehlitz auf Anfrage dieser Zeitung mit. "Es droht keine Gefahr - weder für Fußgänger oder den Straßenverkehr noch für die Anwohner der oberhalb der Stützbauwerke liegenden Häuser."

Die Straßenmeisterei habe bei ihren regelmäßigen Streckenkontrollen die Stützwände im Auge. Einmal pro Jahr würden die Bauwerke besichtigt, alle drei Jahre auf Stand- und Verkehrssicherheit sowie Dauerhaftigkeit geprüft. Letztgenannte Kontrolle erfolgt im Auftrag des Kreises durch das Kompetenzcenter Bauwerksprüfung der Straßenverkehrsbehörde Hessen Mobil.

Sollten bei den Kontrollen Schäden festgestellt werden, würden je nach Bedarf die Kontrollzyklen verkürzt. Der Landkreis teilt mit: "Dies ist jedoch bei den beiden Hangstützbauwerken nicht erforderlich."

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare