Wenn sich die Rolläden des Transporters öffnen, können die Brieftauben zielgerichtet nach Hause starten. FOTO: GDP
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Wenn sich die Rolläden des Transporters öffnen, können die Brieftauben zielgerichtet nach Hause starten. FOTO: GDP

Mit Rückenwind in die neue Reisesaison

  • vonGünther Dickel
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Langgöns/Hüttenberg/Pohlheim(gdp). Aufbruch mit "Verspätung": Nicht wie alle Jahre Anfang April, sondern erst jetzt Ende Mai starteten die Brieftaubenzüchter ihre Reisesaison. Denn auch hier mussten wegen der Corona-Krise notwendige Hygiene- und Schutzmaßnahmen beim "Bodenpersonal" eingeführt werden, ehe vom Ordnungsamt die Startgenehmigungen erteilt wurden. Während also "unten" bislang das Corona-Virus die Züchter beschäftigt, können deren Brieftauben ungehindert ihre Runden in den Lüften drehen und nun auch in ihre Flugwettbewerbe starten. Das war aber auch nicht immer so. Denn als vor Jahren die Vogelgrippe grassierte, mussten auch die Brieftauben mit dem anderen Federvieh in Quarantäne ausharren.

Auf der nun ersten 188 Kilometer langen Preisflugstrecke aus dem saarländischen Saarlouis starteten am 25. Mai um 8 Uhr insgesamt 400 Tauben zu ihrer ersten Heimreise 2020. Dank heiterer Wetterlage und starken südwestlichen Winden kamen die ersten drei Vögel bei Josef Weinmann in Niederkleen bereits um 9.51 Uhr in den heimischen Schlag. Dann folgten die Tauben bei Roland Schuster (Oppershofen), Horst Müller (Langgöns), Peter Tkotsch (Oppershofen) und Friedel Söhngen (Ober Wetz). Dass die schnellsten Brieftauben von Weinmann eine durchschnittliche Fluggeschwindigkeit von fast 100 Stundenkilometern erreichten, war auch dem steten Rückenwind zu verdanken. Auch die letzte Preistaube von der Schlaggemeinschaft Waldschmidt/Künz aus Linden kam noch mit einer Durchschnittsreisezeit von 88 km/h in das 17-minütige Preisfenster.

Zum Auftakt der RV-Meisterschaft sind die Plätze wie folgt belegt: 1. Josef Weinmann, 2. Roland Schuster, 3. Peter Tkotsch, 4. Horst Müller und 5. Friedel Söhngen. Weibchen Meisterschaft: 1. Peter Tkotsch, 2. Josef Weinmann, 3. Andreas Piechula, 4. Roland Schuster und 5. Friedel Söhngen. Jährigen Meisterschaft: 1. Josef Weinmann, 2. Horst Müller, 3. Hermann Stroh, 4. Andreas Piechula und 5. Roland Schuster. Bei der schnellsten unbenannten Dreierserie flogen die Tauben von Josef Weinmann auf die Plätze 1-3.

In der "Fluggemeinschaft Gießen-Süd" kooperieren die RV Hüttenberg und die RV Wetterau. Im eigenen Spezial-Lkw transportieren sie ihre Tauben zu den jeweiligen Auflassorten im In- und angrenzenden Ausland. Mit dem 13. und letzten Preisflug der Saison 2020 Ende Juli steht der neue RV-Meister fest.

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