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Der Friedhof in Oberkleen wird sich stark verändern. Insbesondere der südliche Teil soll parkähnlicher gestaltet werden.

Landkreis Gießen

Langgöns: Raum für neue Bestattungsformen

  • vonConstantin Hoppe
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Der Friedhof in Oberkleen wird sich in den kommenden Monaten verwandeln: Am Dienstag starteten offiziell die Arbeiten zur Neugestaltung mit dem symbolischen Spatenstich.

Langgöns – Damit nimmt ein Projekt Formen an, das in den vergangenen Jahren immer wieder Gesprächsthema war. Bereits 2017 fiel in der Gemeindevertretung die Entscheidung, die Friedhofsgestaltung anzugehen. »Daran kann man sehen, wie lange solche Projekte dauern können«, meinte Bürgermeister Marius Reusch anlässlich der Projektvorstellung am Dienstag.

Neues Wegenetz

Insgesamt soll sich der Friedhof in vielen Belangen verändern und parkähnlicher werden sowie neuen Bestattungsformen Raum bieten: Der neue Übergang vom Parkplatz zum Friedhof wird durch einen der Trauerhalle vorgelagerten Platz mit Sitzmöglichkeiten geschaffen. Dort sollen auch neue Schöpfbecken zur Wasserentnahme eingerichtet werden. Während die zentrale Wegeachse in ihrem Bestand erhalten bleibt, soll der nördliche Teil mit dem Gräberfeld mit einer neuen Wegeachse versehen werden und somit einen besseren Zugang zu den Grabstätten bieten.

Der Großteil der Veränderungen wird allerdings den südlichen Friedhofsteil umfassen: Das dort neu zu gestaltende Wegenetz soll mit einem verschlungenen Verlauf einerseits ein parkähnliches Erscheinungsbild erzeugen und gleichzeitig all zu starken Gefällen entgegenwirken.

Die Gefälle der Wege sollen möglichst niedrig gehalten werden, sodass eine annähernde Barrierefreiheit geschaffen wird. »Eine völlige Barrierefreiheit werden wir allerdings nicht erreichen«, erklärte Stefanie Wendel von den mit den Planungen beauftragen BPG Landschaftsarchitekten aus Biebertal. Mit der Anlage einer Gemeinschaftsgrabanlage, eines anonymen Urnengrabfeldes sowie halb-anonymer Baumgräber finden auch neue Bestattungsformen Einzug auf dem Oberkleener Friedhof. Zu dessen Unterhaltung wird am westlichen Eingangsbereich ein Sammelplatz für Abfallcontainer und Gießkannen eingerichtet. Diese Platzfläche soll durch eine blickdichte Pflanzung optisch vom Rest des Friedhofsbereichs abgeschirmt werden. Mit den Arbeiten wird die Langgönser Firma Reuter Garten- und Landschaftsbau beauftragt.

Kosten: 220 000 Euro

Insgesamt sollen die Arbeiten rund 220 000 Euro kosten. »Damit bleiben wir im Rahmen der Planungen - bislang waren dafür 230 000 Euro vorgesehen«, berichtete Bauamtsleiter Jan Schäfer. Baubeginn soll bereits in der kommenden Woche sein; die Arbeiten werden voraussichtlich drei bis vier Monate andauern.

Während dieser Zeit kann es zu Einschränkungen kommen, aber es soll trotzdem dafür gesorgt sein, dass der Zugang zum Friedhof über die gesamte Bauzeit hinweg ermöglicht ist.

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