Qualitative Inhalte wichtig

  • VonPatrick Dehnhardt
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Langgöns (pad). Eine Kommune hat die Verpflichtung, die Bürger zu informieren - etwa über die anstehende Sitzung der Gemeindevertreter. Dazu bedient sie sich in der Regel eines Amtsblattes. In Langgöns sind die Nutzerzahlen des Blättchens jedoch seit Jahren rückläufig.

Der Haupt- und Finanzausschuss diskutierte nun darüber, wie man die Bürger dennoch erreichen kann.

Hatten 2008 noch 42,3 Prozent der Haushalte das Langgönser Amtsblatt abonniert, waren es 2020 nur noch 31,7 Prozent. Jürgen Knorz (CDU) hatte die Idee ins Spiel gebracht, dass die Gemeinde eine Verteilung an alle Haushalte finanziere. Bürgermeister Marius Reusch sagte dazu, dass die Gemeinde dafür pro Jahr rund 50 000 Euro an den Verlag zahlen müsste. Dabei sei zu befürchten, dass das Amtsblatt unter den Bergen anderer Gratiszeitungen untergehe.

Reusch berichtetete von dem Pilotprojekt Dorf-App, das derzeit in Dornholzhausen läuft. »Darin sehe ich große Chancen.« Die Vereine würden das Projekt gut unterstützen und mit Inhalten füllen. Ende des Jahres werde das Projekt ausgewertet.

Falls es erfolgreich war, könnte das Projekt für alle Dörfer im Landkreis umgesetzt werden. In der App würde es dann Seiten mit Informationen aus der Gemeinde geben.

Christoph Meywald (Freie Wähler) sagte, dass man die Internetseite der Gemeinde modernisieren sollte. »Dann habe ich auch mehr Akzeptanz bei jungen Leuten.«

Michael Buss (Grüne) sagte, dass man vor der Diskussion über das Medium nicht die Inhalte vergessen sollte. Eine noch so schöne App nutze nichts, wenn die Nachrichten darin für die Nutzer keinen Mehrwert haben. »Es steht und fällt mit den redaktionellen Inhalten. Wir kommen nicht darum, Menschen damit zu beschäftigen, die redaktionelle Inhalte verfassen.«

Ähnlich sah es Eva Oberschelp von den Grünen: »Auch Apps werden nicht wahrgenommen, wenn sich keiner für die Gemeindepolitik interessiert.«

Knorz sagte, dass man sich dem Problem stellen müsse, dass viele jüngere keine Zeitung beziehen würden. Er schlug vor, über eine Vollauflage einmal pro Monat Gespräche zu führen, um so sicher alle Haushalte zu erreichen.

Zur Vergabe eines großen Baugrundstücks im Espaer Neubaugebiet soll es einen Konzeptwettbewerb geben. Bauträger sollen angesprochen werden, wie sie sich dort Mehrfamilienhäuser oder Reihenhäuser für Familien und Singles vorstellen können. Dabei sollen eine gute Nutzung des Raums, aber auch soziale Aspekte berücksichtigt werden.

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