Mit PAUL gegen den Müll

  • vonred Redaktion
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Langgöns(pm). Der Landkreis Gießen will mit einem Pilotprojekt Kindergartenkinder spielerisch für Abfallvermeidung und Umweltschutz sensibilisieren. Das Vorschulprojekt PAUL (Projekt Abfall Umwelt Landkreis Gießen) startet im Frühjahr in Langgöns.

Umwelt und Natur werden durch den Menschen an vielen Stellen verändert, strapaziert oder zerstört. Flächenversiegelung, Luftverunreinigung, Bodenverschmutzung, Klimaveränderung und Artensterben gehören zu den Folgen. Der Landkreis Gießen möchte mit dem Projekt PAUL bereits die jüngsten Bewohner des Kreises sensibilisieren und zum Nachdenken anregen. "Es geht darum, Müll zu vermeiden und möglichst viele wertvolle Stoffe wiederzuverwenden", sagt Abfallwirtschaftsdezernent Hans-Peter Stock. "Wir möchten die Chance nutzen, schon Kindern spielerisch Wissen dazu zu vermitteln."

PAUL startet im Frühjahr in allen Kitas in der Gemeinde Langgöns. Der Niederkleener Dr. Peter Fleck wird das Projekt im Auftrag betreuen und gemeinsam mit Kindern und Kita-Teams in die Natur auf Entdeckungstour gehen. Die Vorschulkinder werden sich spielerisch und mit viel Fantasie mit dem Thema beschäftigen, um zu begreifen, wie Kreisläufe in der Natur funktionieren und was geschieht, wenn die Umwelt zu stark genutzt oder gar zerstört wird.

Was ist Abfall? Wohin mit dem Abfall? Was kann man aus Abfall machen? Und wie kann Abfall vermieden oder reduziert werden? Unter anderem diese Fragen sollen kindgerecht beantwortet werden. Fleck: "Wer richtiges Verhalten als Kind nicht lernt, lernt es als erwachsener Mensch umso schwerer."

Reusch lobt Projekt der Müllpaten

Bürgermeister Marius Reusch verweist auf das erfolgreiche Projekt der Müllpaten, das es in Langgöns seit knapp drei Jahren gibt. "Ich freue mich sehr, dass der Landkreis das Thema nun auch kindgerecht aufgreift und in Langgöns in einem ersten Schritt umsetzen möchte."

PAUL startet jeweils mit einer Vorstellung für die Eltern durch die Kita-Leitungen. Im dreiwöchigen Rhythmus werden die Kinder für jeweils zwei bis drei Stunden mit dem Projekt bei Aktivitäten im Freien sowie Lerneinheiten in den Kitas vertraut gemacht.

Vorgesehen ist eine Vernetzung mit Umwelt- und Naturschutzprojekten und eine Ausweitung auf weitere Kommunen.

Ansprechpartner für Interessierte ist Dr. Peter Fleck, Telefon 06 44 7/88 7-71 0, E-Mail: svb.dr.fleck@gmail.com

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