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Ortstermin vor dem Rathaus: Bürgermeister Marius Reusch, Ordnungsamtsleiter Peter Müller und Ordnungspolizist Jörg Eul (v. l.) mit dem neuen Dienstfahrzeug.

»Ordnungsamt 2.0« ist startklar

  • vonConstantin Hoppe
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Langgöns (con). Das »Ordnungsamt 2.0« nimmt in Langgöns seine Arbeit auf: Umstrukturierungsarbeiten waren hinter den Kulissen bereits seit dem Amtsantritt von Bürgermeister Marius Reusch im Gange. »Es gibt mittlerweile andere Ansprüche an das und Aufgaben für das Ordnungsamt - nicht nur durch Corona«, erklärte der Rathaus-Chef dieser Tage anlässlich der Vorstellung eines neuen Dienstwagens für die Behörde.

20 Jahre Berufserfahrung

Das Fahrzeug, ein Seat Tarraco, ist auf die örtlichen Bedürfnisse abgestimmt. Allrad und große Bodenfreiheit sorgen dafür, dass die Ordnungspolizei auch in den entlegenen Winkeln der Gemeinde Langgöns und auch bei winterlichen Verhältnissen einsatzfähig bleibt. Im Kofferraum ist Platz für die umfangreiche Ausrüstung zur Geschwindigkeitsmessung und Verkehrssicherung oder auch für eine Tierrettungsbox.

Im Fahrgastraum finden mehrere Mitarbeiter auch mit angelegter Schutzweste bequem Platz. Mit der Anzeigemöglichkeit im Blaulichtbalken kann mit Texten wie etwa »Achtung Unfall« auf den Verkehr Einfluss genommen werden. Insgesamt kostete die Neuanschaffung inklusive Umbau durch einen ortsansässigen Betrieb rund 33 000 Euro.

Aber nicht nur beim Dienstfahrzeug hat sich einiges getan: Mit Jörg Eul wurde zudem ein erfahrener Ordnungspolizist für die Gemeinde eingestellt. Eul hat bereits 20 Jahre Berufserfahrung; er war seither in Eschborn im Einsatz. In seine Zuständigkeit fällt in Langgöns vor allem die Überwachung von stehendem und fließenden Verkehr, aber er kann auch illegale Abfallentsorgungen, illegale Benutzung von Feldwegen sowie Verstöße gegen das Ortsrecht verfolgen.

Zudem führt Eul die Feld- und Waldaufsicht und erledigt Ermittlungen der eigenen und anderer Behörden. Dazu gehört auch die Kontrolle der pandemiebedingten Maskenpflicht in Geschäften: »Hier versuchen wir vor allem, mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen und über die Pflicht zum Tragen der Masken aufzuklären«, berichtet Eul.

Breit aufgestellt

Das Ordnungsamt wird geleitet von Peter Müller, zu dessen Aufgaben die Allgemeinen Ordnungsangelegenheiten und die Belange des Brand- und Katastrophenschutzes zählen. Vertreten wird er durch Nadine Riesener, die als erste Standesbeamtin auch für das Standesamt und das Friedhofsamt zuständig ist. Melde- und Passangelegenheiten werden weiterhin von den vier Mitarbeitern des Bürgerbüros erledigt. Zusätzlich nehmen Anna-Lena Bauer und Marco Lehner die Aufgaben der Straßenverkehrsbehörde wahr. Ulrich Schäfer und Daniel Acar erledigen die Gaststätten- und Gewerbeangelegenheiten.

Alle Änderungen und Kosten wurden im Laufe der Etatberatung thematisiert. Reusch unterstreicht: »Investitionen in die öffentliche Sicherheit, auch in den Aufbau einer Ordnungspolizei, sind nicht etwa Geldverschwendung oder Polizeistaatsmaßnahmen. Sie werten das Sicherheitsgefühl und damit die Gemeinde auf, verbessern das Miteinander von Verwaltung und Bürger und halten uns handlungsfähig«.

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