lkl_Memoriam-GartenLangg_4c_1
+
Auf dem Friedhof in Langgöns wird aktuell ein Memoriam-Garten angelegt.

»Optisch wie eine Parkanlage«

  • Lena Karber
    vonLena Karber
    schließen

Langgöns (lkl). Seit einigen Jahren erhalten zunehmend alternative Bestattungsformen auf Deutschlands Friedhöfen Einzug. Eine davon ist der Memoriam-Garten, eine gärtnerisch angelegte Fläche, die zugleich jedoch Grabstätten beherbergt. Auf dem Friedhof in Lang-Göns haben jetzt die Arbeiten für den Bau einer solchen Anlage begonnen.

Neben der Trauerhalle und unterhalb der Reihengräber soll künftig ein Steinkreis mit Sitzmöglichkeiten zum Verweilen einladen. Drum herum entstehen Pflanzflächen, in die auch die Grabsteine integriert werden. »Optisch soll es einer Parkanlage ähneln«, erklärt Nadine Riesener, Leiterin des Friedhofsamts der Gemeinde.

Eigener Grabstein, keine Grabpflege

Da Grabsteine vorgesehen sind, handelt es sich nicht um eine anonyme Form der Bestattung. Vielmehr liegt die Besonderheit des Memoriam-Gartens darin, dass sich die Angehörigen nicht um die Grabpflege kümmern müssen, die Grabstätte aber dennoch immer gepflegt ist. Denn um diese kümmern sich Profis. Zuständiger Steinmetz ist Alexander Parsch; für die Bepflanzung ist das Unternehmen Blumen Volz aus Lich verantwortlich.

Den Vertrag für die Pflege der Grabstätte schließen die Angehörigen mit der Treuhandstellle für Dauergabpflege Hessen-Thüringen, die den Memoriam-Garten anlegt. Für die Gemeinde fallen daher für die Einrichtung keine Kosten an. Sie kümmert sich in Form des Bauhofes jedoch weiterhin um Arbeiten wie den Grabaushub und berechnet die Gebühren für die Nutzungsberechtigten. Die Laufzeiten für die Grabstätten auf dem Memoriam-Garten entsprechen den allgemeingültigen Laufzeiten in Langgöns.

Im Bereich des MemoriamGartens entstehen zunächst fünf Erdgräber, zwölf Urnen-Einzel- und 24 Urnen-Doppelgräber. Sollte die Nachfrage groß sein, könnte der Bereich hinter dem Pflanzkreis als Erweiterungsfläche erschlossen werden. Interessierte können sich bereits beim Friedhofsamt melden und erhalten dort weitere Informationen. Zudem sind Mustergrabsteine sowie ein Aufsteller mit Infomaterial vor Ort geplant.

Die Gemeinde geht davon aus, dass die Arbeiten für die Anlage des Memoriam-Gartens »innerhalb weniger Wochen«, etwa Ende Mai oder Anfang Juni, abgeschlossen werden können. Bis die Anlage wirklich »fertig« sei und alles entsprechend wachse, werde es jedoch etwas länger dauern.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare