+
In der Aulbachstraße ist nur wenig Platz für den fließenden Verkehr.

Nicht mehr bedarfsgerecht

  • schließen

Langgöns (con). Wer sich in Cleeberg auf eine mobile Internetverbindung verlässt, ist an den meisten Plätzen im wahrsten Sinne des Wortes verlassen: Denn schon seit Jahren hinkt das Mobilfunknetz den Anforderungen hinterher, die Netzabdeckung ist nur rudimentär vorhanden, und meist zeigen die Geräte beim Netz ein "E" an. Das steht für die EDGE-Technologie (Enhanced Data Rates for GSM Evolution), eine der langsamsten mobilen Netzverbindungen, die den heutigen Ansprüchen längst nicht mehr genügt. Das soll sich aber in Zukunft ändern, wie anlässlich der Sitzung des Cleeberger Ortsbeirates am Montagabend besprochen wurde. Bereits im November 2018 hatte der Gemeindevorstand darüber informiert, dass das bisher bestehende Netz in Cleeberg um LTE, den Mobilfunkstandard der dritten Generation, erweitert werden soll. Auch ein Ausbau mit den D1- und Vodafone-Netzen soll nach Wunsch des Ortsbeirats noch erfolgen - deshalb wurde zur Sitzung des Ortsbeirats eine Anfrage gestellt, ob ein entsprechender Ausbau zeitnah möglich ist. Nicht nur in Cleeberg steht dieses Thema auf der To-do-Liste der Gemeinde, wie Bürgermeister Marius Reusch am Montag mitteilte: "Auch in Espa und Dornholzhausen sollen neue Mobilfunkmasten aufgestellt werden." Zudem werde derzeit die Verlegung von Glasfaserkabeln durch die Deutsche Glasfaser Holding GmbH geprüft - auch das könnte zu einem großen Fortschritt für die Ortsteile führen. Besonders für die eher strukturschwachen Orte wäre das ein echter Fortschritt und "eine Chance, günstig an eine zukunftsgerichtete Technologie zu kommen", so Reusch.

Nicht nur das mobile Netz beschäftigte den Ortsbeirat: Auch die Parksituation in der Aulbachstraße und der Schlossstraße ist an vielen Stellen desaströs. "Alle Parkplätze sind ständig belegt - nicht fahrbereite Fahrzeuge werden wochenlang abgestellt. Die Verteilung von Strafzetteln erfolgt nach keinem ersichtlichen System", meinte eine Anwohnerin. Oft würden Fahrzeuge außerhalb der eingezeichneten Parkflächen abgestellt, was zu weiteren Behinderungen führe.

Probleme in engen Straßen

Damit nicht genug: Vor allem in der Aulbachstraße kommen kaum zwei Fahrzeuge aneinander vorbei. Das führt dazu, dass Fahrzeuge von der Aulbachstraße rückwärts auf die Oberkleener Straße fahren müssen, um Gegenverkehr aus Richtung Schlossstraße vorbeizulassen. Hier sind die Handlungsmöglichkeiten der Gemeinde allerdings begrenzt. Reusch erläuterte: "Wir werden als Gemeinde tun, was uns möglich ist. Insbesondere die Situation mit den Strafzetteln wird überprüft - aber die Situation wird sich nur mit Hilfe der Anwohner und einem geänderten Parkverhalten verbessern lassen." Reusch kündigte an, dass die Gemeinde verstärkt die Parksituation kontrollieren werde.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare