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Órtstermin: Im großen Saal des Gemeindehauses bespricht Pfarrer Michael Ruf mit einem Handwerker die nächsten Schritte.

»Neuer« Treffpunkt für das Dorf

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Langgöns (bf). Fest in Handwerkerhand ist das evangelische Gemeindehaus Oberkleen - die Sanierung steht kurz vor ihrer Fertigstellung. 200 000 Euro aus den Rücklagen der Kirchengemeinde werden dafür verwendet. Pfarrer Michael Ruf informierte kürzlich gemeinsam mit Inge Michel, Elke Imort und Achim Söhngen vom Förderverein der St. Michaeliskirche Oberkleen über die Arbeiten.

Umfangreiches Arbeitsprogramm

Weil coronabedingt seit Monaten im Gemeindehaus keine Veranstaltungen stattfinden, haben viele Oberkleener noch gar nicht bemerkt, dass dort saniert wird. Bereits im Dezember wurde die Ölheizung auf Wärmepumpenbetrieb umgestellt. »Sie funktioniert jetzt komplett elektrisch, es gibt keine Abgase mehr«, berichtet der Pfarrer. Der nun leere Ölraum soll zukünftig als Lagerraum genutzt werden. Neue Heizkörper wurden installiert. Im Erd- und auch im Untergeschoss wurden neue Fenster eingebaut. »Im ganzen Haus wird die Elektroanlage modernisiert. Auch die Neugestaltung des großen Saales ist in vollem Gange. Hier und im Flur wird die Decke erneuert, eine zeitgemäße Beleuchtung wird installiert und die Räume werden frisch verputzt und gestrichen«, informiert Michael Ruf.

»Auch der Küchenbereich wird neu gestaltet«, merkt Inge Michel als Vorsitzende des Fördervereins an. Alles werde nach Energiemaßnahmenstandards ausgerichtet, man erwarte Fördergelder seitens der KfW in Höhe von 25 000 Euro.

Bereits im ersten Bauabschnitt, der im Herbst 2019 startete, waren rund 110 000 Euro investiert worden. Davon übernahmen die Kirchengemeinde 70 000 Euro und der Förderverein 40 000 Euro. Seinerzeit wurde das Dach umfangreich saniert. Der Förderverein hatte bereits seit 2004 für die Sanierung gesammelt und gespart. »Die beachtliche Summe von 40 000 Euro resultierte im Wesentlichen aus Spendengeldern und den Erlösen verschiedener Veranstaltungen, beispielsweise dem ›Adventszauber‹ auf dem Platz vor dem Gemeindehaus«, erklärte Elke Imort. Nun möchte der Förderverein Spendengelder für die neue Küche sammeln, denn dort fehlen noch einige Möbel und Geräte.

»Das Sanierungskonzept ist so angelegt, dass wir Schritt für Schritt vorgehen können«, so Ruf. Damit bestehe die Möglichkeit, jede Sanierungsmaßnahme erst dann zu beauftragen, sobald die Finanzierung dafür gesichert ist.

Im Zuge eines dritten Bauabschnitts sollen die Sanitärräume und die übrigen Räumlichkeiten im Untergeschoss renoviert werden; dafür wird noch ein Gesamtkonzept entwickelt. Dabei soll insbesondere der Versammlungsraum aufgewertet werden, um zukünftig beispielsweise auch stärker für den Konfirmandenunterricht genutzt zu werden. Der dritte Bauabschnitt soll jedoch frühestens 2022 umgesetzt werden, »das hängt ganz von der Finanzierung ab«, so Söhngen.

Das evangelische Gemeindehaus wurde 1972 in unmittelbarer Nähe der St. Michaeliskirche erbaut. Es wurde seither vielfältig für Feiern und Veranstaltungen von der Dorfgemeinschaft genutzt.

Um Spenden für das Inventar der sanierten Küche bittet der Förderverein der St. Michaeliskirche Oberkleen (IBAN DE32 5139 0000 0005 0305 01).

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