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Die Werkstatt der Spedition Bork soll vom Niederkleener Ortsbereich in den Magna Park umziehen. Die Arbeiten für den Bau der neuen Werkstatt haben bereits begonnen - und es stehen noch weitere Neuerungen an.

Mittelhessen

Langgöns: Spedition Bork zieht in den Magna Park – Weitere Baumaßnahme in Planung

  • Lena Karber
    VonLena Karber
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Im Magna Park rollen die Bagger: Durch eine neue Werkstatt will Bork die Verkehrsbelastung in Niederkleen reduzieren. Doch das ist nicht die einzige Baumaßnahme, die ansteht. Und auch bezüglich der umstrittenen Pläne für den »Mischplatz« gibt es Neuigkeiten.

Langgöns – Seit Jahren wird darüber diskutiert, jetzt rollen die Bagger: Die Spedition Bork hat im Magna Park zwischen Langgöns und Butzbach gegenüber ihrer Geschäftsstelle mit dem Bau einer neuen Werkstatt begonnen. »Dass die Werkstatt jetzt kommt, ist ein wichtiges Signal und wird die Gemeinde Niederkleen entlasten«, sagte der Langgönser Bürgermeister Marius Reusch im Rahmen eines Pressetermins, bei dem Bork seine neuen Pläne für das Gewerbegebiet vorgestellt hat.

Etwa 300 Fahrzeuge und knapp 600 Auflieger hat das Unternehmen nach eigenen Angaben. Steffen Bork, Unternehmer in dritter Generation, schätzt, dass täglich etwa 200 Lkw im Magna Park ein- und ausfahren. Dass sich die Werkstatt des Unternehmens indes nicht im Magna Park, sondern im Ortsbereich von Niederkleen befindet, hatte angesichts dieser Größenordnung für Beschwerden gesorgt. Schon vor Jahren hatte Bork daher einen Umzug angekündigt - aufgrund der Komplexität des Themas habe sich die Planung jedoch verzögert, so Geschäftsführer Wolfgang Bork. Doch nun sei der Umzug für Mitte 2022 geplant. Dann soll die alte Werkstatt stillgelegt werden. Erste Ideen für die Weiternutzung des Geländes gebe es bereits, jedoch noch nichts Konkretes.

Langgöns: Spedition Bork ist überzeugt vom Standort Mittelhessen

Für den gleichen Zeitraum sind zudem weitere Baumaßnahmen »Auf dem Hüttenberg« geplant: So soll auf dem 60 000 Quadratmeter großen Erweiterungsgelände neben der Werkstatt mit umweltfreundlicher Waschstraße auch ein neues Frischezentrum entstehen, da der Umschlag von Lebensmitteln inzwischen ein zentrales Thema für das Unternehmen ist und Lebensmitteltransporte über 50 Prozent der Fahrten ausmachen. Zudem seien eine Grundsanierung der Straße, zusätzliche Seitenstreifen sowie 200 Parkplätze geplant.

Das Unternehmen, das etwa 500 Mitarbeiter beschäftigt und einen Jahresumsatz von rund 60 Millionen Euro verzeichnet, rechnet für die geplanten Baumaßnahmen mit Investitionskosten in Höhe von 23 bis 25 Millionen Euro. »Wir waren immer von dem Standort überzeugt und sind es auch weiterhin«, betonte Wolfgang Bork - und Reusch pflichtete ihm angesichts der Anbindung an die A 5 und die A 45 bei: »Mittelhessen ist ein optimaler Logistikstandort.«

Allerdings, so der Bürgermeister, sei das Thema Logistik »nicht unkritisch«, wie sich auch anhand von entsprechenden Konflikten in der Region zeige. Gerade vor diesem Hintergrund sei der Magna Park ein positives Beispiel, da der Verkehr durch die Autobahnanschlüsse nicht durch die Gemeinden verlaufe. »Wenn hier jetzt Lkw statt Panzer fahren, finde ich, das ist eine positive Entwicklung«, sagte er und verwies damit augenzwinkernd auf die ehemalige Funktion des früheren Militärgeländes, das heute als interkommunales Industriegebiet etwa 1500 Arbeitsplätze beherbergt.

Langgöns im Kreis Gießen: Vertrag für „Mischplatz“ sorgte für Debatten

Neuigkeiten gab es auch bezüglich des sogenannten »Mischplatzes«, dessen Bebauung das Unternehmen und die Gemeinde inzwischen vertraglich geregelt haben. Die Unterschrift sei in dieser Woche erfolgt, und Bork könne nun in die Bauleitplanung gehen, sagte der Bürgermeister.

Die Bebauung des Mischplatzes hatte in den vergangenen Monaten für einige Diskussionen gesorgt - unter anderem wegen des zunächst geplanten »Boarding-Hauses«, in dem auch Lkw-Fahrer übernachten sollten. Dass die Firma anschließend ein neues Konzept vorgelegt hatte, hatte dann zu dem Vorwurf geführt, Bork habe den Entwurf des zweiten Bewerbers kopiert.

Dem widersprach der Geschäftsführer. »Wir haben gar nichts kopiert, das haben wir gar nicht nötig«, sagte Bork, den die Behauptung nach eigenen Angaben sehr getroffen hat. Es werde etwas ganz tolles entstehen, kündigte er an. »Ich will mir da nichts nachsagen lassen.«

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