In der Nacht vom 13. auf den 14. Juni trat der Kleebach über die Ufer.
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In der Nacht vom 13. auf den 14. Juni trat der Kleebach über die Ufer.

Kleebach

Nach Unwetter im Kreis Gießen: Das soll nun helfen

Pflanzen und Schlammablagerungen sorgten am 13. Juni für einen Wasserstau im Kleebach, er trat über die Ufer. Nun darf der Bach in Niederkleen aufgeräumt werden.

Als am 13. Juni der Kleebach über die Ufer trat und den Ortskern von Niederkleen überflutete, war schnell klar, dass dies nicht nur allein an den Regenmengen lag. Wegen des starken Bewuchses und der Ablagerungen im Bachbett staute sich das Wasser.

Die Gemeinde Langgöns wollte schon seit längerer Zeit das Bachbett aufräumen. Bürgermeister Marius Reusch teilte jetzt mit, dass die Maschinen nun anrücken dürfen. Nach intensiven Gesprächen hätten die Untere Naturschutzbehörde und die Untere sowie die Obere Wasserbehörde den Arbeiten zugestimmt.

Unwetter im Kreis Gießen: Artenschutzgutachten vorgelegt

Die Gemeinde hatte sich dafür eingesetzt, dass die Räumung des Bachbetts möglich zeitnah erfolgen kann, um Überschwemmungen wie in der Starkregennacht vom 13. auf den 14. Juni zu verhindern. Die Behörden stimmten dem zu. Grundlagen hierfür waren neben den umfangreichen Unterlagen, die seitens der Gemeinde zur Verfügung gestellt wurden, auch ein artenschutzrechtliches Kurzgutachten eines Fachbüros. Dieses hatte festgestellt, dass keine geschützten Arten durch die Arbeiten geschädigt werden.

»Dies ist ein wichtiges Signal für die Bevölkerung in Niederkleen, dass wir uns um die zutage getretenen Probleme kümmern und konkret handeln«, sagte Reusch. Er geht davon aus, dass sich durch die Arbeiten weitere Überflutungen verhindern lassen.

Unwetter im Kreis Gießen: Zügiger Arbeitsbeginn

Im Rahmen der Maßnahmen, die in den kommenden Tagen unmittelbar beginnen, wird zunächst der Uferbereich gemäht. Anschließend erfolgen gemäß den Vorgaben der Fachdienste Wasser- und Bodenschutz sowie Naturschutz des Landkreis Gießen die Räumarbeiten. Bürgermeister Reusch bittet bei den Niederkleenern um Verständnis für die durch die Arbeiten bedingten Beeinträchtigungen.

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