Der Trägerverein freut sich, dass nun ein Nachfolger des maroden Hallenbades geplant werden kann.
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Der Trägerverein freut sich, dass nun ein Nachfolger des maroden Hallenbades geplant werden kann.

Hüttenberger Hallenbad

Nach Bürgerentscheid: Nun beginnt die Planung für den Neubau des Hallenbades

  • Patrick Dehnhardt
    vonPatrick Dehnhardt
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Der Trägerverein Hallenbad freut sich, dass eine Mehrheit für den Hallenbadneubau gestimmt hat. Nun beginne die anspruchsvolle Aufgabe der Planung.

Nach dem Bürgerentscheid über den Neubau des Hüttenberger Hallenbades herrscht beim Trägerverein Freude: 43,83 Prozent der Wahlberechtigten stimmten für die Aufhebung der Neubaupläne, 56,17 Prozent der Stimmen waren pro Hallenbad.

Walter Krack, Sprecher des Trägervereins des Hallenbades, nahm das Ergebnis mit stiller Freude zur Kenntnis. "Das war eine sehr spannende Wahl. Ich bin froh, dass sich eine Mehrheit für das Hallenbad entschieden hat." Auch die gute Wahlbeteiligung mit 58 Prozent sei ermutigend.

Der Bürgerentscheid sei jedoch nur die erste Etappe eines Marathons. Denn die größere Aufgabe sei nun, die Pläne auszuarbeiten und umzusetzen: "Ein Hallenbad ist technisch nicht ganz einfach zu realisieren. Der Trägerverein wird die Verwaltung bei der Umsetzung auf jeden Fall unterstützen", sagte Krack.

Anders war die Stimmungslage bei der Bürgerinitiative. "Glücklich bin ich mit dem Ergebnis nicht", sagte Christian Jung. "Trotzdem ist es richtig und wichtig gewesen, den Menschen die Möglichkeit zu geben, "über die größte Investition abzustimmen, die Hüttenberg je getätigt hat". Er gratulierte dem Trägerverein Hallenbad zum Wahlsieg und wünschte den Verantwortlichen eine glückliche Hand dabei, "die Pläne einigermaßen sozialverträglich umzusetzen".

Bürgermeister froh über Ende der Hängepartie

Nach dem Beschluss der Gemeindevertretung Ende November 2019 und der Initiierung eines Bürgerbegehrens sollte der Bürgerentscheid eigentlich am 21. Juni stattfinden, wurde dann aber wegen Corona verschoben. Bürgermeister Christof Heller zeigte sich erleichtert, dass er nun stattfinden konnte: "Diese Hängepartie war für alle sehr schwer und belastend. Jetzt haben wir ein Ergebnis und können nach vorne arbeiten."

Die Gemeindevertreter hatten bereits 2019 den Haupt- und Finanzausschuss sowie Bau- u nd Verkehrsausschuss mit der Neubauplanung beauftragt, die Gremien können nun diese Arbeit aufnehmen. "Wir werden nun sehen, wie und wann wir das auf den Weg bringen", sagte Heller. An dem Ergebnis könne nun niemand rütteln: "Wir haben eine demokratische Entscheidung, eine demokratischere Entscheidung gibt es nicht."

Dierk Rink (Grüne) sagte: "Ich freue mich darüber, dass der Spuk jetzt endlich vorbei ist. Wir haben ein Jahr verloren, aber nun können wir endlich loslegen. Und ich freue mich schon darauf, in zwei bis drei Jahren in einem neuen Hallenbad zu schwimmen."

Volker Breustedt (SPD) erklärte: "Wir haben ein Jahr verloren, das hat auch Kosten verursacht. Vermutlich werden wir auch keine Bundes-Förderung mehr bekommen, da hier die Frist vergangen ist. Aber dafür bin ich jetzt froh, dass wir ein klares Ergebnis haben. Die neue Aufgabe: Wir müssen jetzt die Gräben zuschütten, die durch den Prozess zwischen den Ortsteilen entstanden sind - damit wir wieder ein Hüttenberg sind."

Ausschüsse beschäftigen sich mit Planung

Norbert Lang (FWG) sagte: "Die Bürger haben so entschieden - jetzt wünsche ich allen das notwendige Glück, dass das finanzielle Risiko für die Gemeinde begrenzt bleibt. Man muss eben auch sehen, dass der Hallenbadneubau die größte Investition für die Gem einde sein wird."

Klaus Schultze-Rhonhof (CDU) sagte : "Ich bin unglaublich erleichtert, Gott s ei Dank ist es so ausgegangen. Gut ist auch, dass die Mehrheit bei der Wahl nicht ortsteilmäßig gedacht hat, sondern sich für den Inhalt der Infrastruktur in der Gemeinde ausgesprochen hat. Die Gemeindevertretung hatte vergangenes Jahr zwei Ausschüsse damit beauftragt, die Pläne auszuarbeiten und die Finanzierung vorzubereiten. Mit dem Beantragen von Förderungen können wir erst jetzt starten - denn sie setzen einen Beschluss voraus. Ich hoffe, dass am Ende ein genauso gutes Ergebnis wie bei der Turnhalle in Rechtenbach steht: Die Firma blieb im Zeit- und Kostenplan."

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