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NABU-Mitglied Mervin Hamp erkundet in Kolumbien die Artenvielfalt.

Auslandssemester

NABU-Mitglied Merlin Hamp forscht in Kolumbien

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Langgöns (pm). "Um Arten schützen zu können, ist es wichtig zu verstehen, wo sie vorkommen und welche Ansprüche sie an ihre Umwelt stellen." Damit erklärt Merlin Hamp, zweiter Vorsitzender des Naturschutzbundes in Langgöns, warum er zurzeit ein Auslandssemester in Kolumbien absolviert. Hamp studiert Biologie an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Die Forschungen im Rahmen seines Auslandssemesters an der Universidad de Antioquia in Medellín sind die Grundlage seiner Abschlussarbeit des Master of Science. Zusammen mit anderen Studenten und Mitarbeitern der Universität analysiert der Langgönser das Vorkommen bestimmter Fischspezies in der Andenregion und deren Lebensraumpräferenzen.

Mithilfe dieser Untersuchungen können beispielsweise Aussagen getroffen werden, welche Lebensraumeigenschaften wie beispielsweise Substrat, Wasserpflanzen, Wassertemperatur oder Fließgeschwindigkeit für das Vorkommen bestimmter Arten besonders wichtig sind und daher auch im Zuge des Lebensraumschutzes besondere Beachtung finden sollten.

Merlin Hamp erklärt, Kolumbien sei aufgrund seiner außergewöhnlichen Position auf dem Planeten eines der artenreichsten Länder der Welt. Mit weniger als ein Prozent der Landoberfläche beherberge es aber etwa zehn Prozent der bekannten Arten. Mit circa 50 000 Pflanzenarten erreicht das Land knapp Platz zwei nach dem über siebenmal größeren Brasilien. Kolumbien steht an dritter Stelle der Zahl der Landwirbeltiere (2890 Arten). 456 Arten machen sieben Prozent aller existierenden Säugetiere aus. Und das Land ist Heimat von sechs Prozent (283 Arten) der weltweiten Reptilienarten sowie weltweiter Spitzenreiter der Artenvielfalt an Amphibien mit 589 Arten (10 Prozent) und Vögeln mit rund 1800 Arten (20 Prozent).

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