Mobilität ist meist Privatsache

  • vonConstantin Hoppe
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Langgöns(con). Was wünschen sich die Langgönser Senioren für ihre Gemeinde? Wo gibt es Verbesserungsbedarf, was liegt im Argen? Das herauszufinden war die Aufgabe einer Umfrage zum Thema "Älter werden in der Gemeinde Langgöns" durch eine Studierendengruppe des Fachbereichs Verwaltung der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung in Zusammenarbeit mit dem Langgönser Seniorenbeirat. Im Fragebogen wurden Themen wie Mobilität, Soziales und Sicherheit angesprochen. Die Ergebnisse der Umfrage wurden nun im Sozial- und Kulturausschuss der Gemeindevertretung vorgestellt:

Das vielleicht wichtigste Thema für viele Befragte war die Mobilität. Hier zeigten sich nur 21 Prozent mit dem aktuellen Angebot zufrieden - wenn auch Taxipass und Anruf-Linien-Taxi durchaus Erwähnung fanden.

Rund 86 Prozent aller Befragten gaben an, vor allem ein privates Auto zur Fortbewegung zu nutzen, 55 Prozent gehen zu Fuß, 30 Prozent nutzen das Fahrrad. Der öffentliche Nahverkehr wird nur von 8 Prozent genutzt. Taxis nutzen nur 2 Prozent der Befragten. 43 Prozent fühlen sich im Straßenverkehr sicher, 38 Prozent teilweise sicher. 38 Prozent wünschen sich die Einrichtung eines Bürger- oder Seniorenbusses, 37 Prozent die Erweiterung der Taxipass-Lösung für alle Ortsteile und 36 Prozent den Ausbau von Fahrradwegen. Der letztgenannte Punkt wurde vor allem von Senioren in Lang-Göns angegeben, während sich die Älteren aus Cleeberg mehr für die Ausweitung des Taxipass und eine Verbesserung des ÖPNV aussprachen.

Fast alle Befragten gaben an, die modernen Medien zu nutzen. Allerdings wünsche man sich mehr Schulungen zum sicheren Umgang mit dem Internet. "Dazu gibt es von der Gemeinde ein breites Angebot", meinte Bürgermeister Marius Reusch, und "Vermutlich müssen wir es hinbekommen, besser über diese Angebote zu informieren."

290 Fragebögen ausgefüllt

Auf die Frage nach der Einrichtung einer Dorf-App gab es relativ häufig keine oder eher unsichere Antworten. Diesbezüglich erhofft sich die Gemeinde eine Veränderung, sobald in Dornholzhausen das Pilotprojekt einer entsprechenden App gestartet ist.

Im Bereich Soziales gaben die meisten der Befragten an, mit den Seniorenangeboten zufrieden zu sein und auch an diesen teilzunehmen - wobei beachtet werden muss, dass die Fragebögen vor allem bei solchen Angeboten verteilt wurden und somit viele Personen geantwortet haben, die die Angebote ohnehin wahrnehmen. 20 Prozent der Befragten wünschen sich eine Ausweitung der Angebote auf alle Ortsteile. Zusammenfassend ist mitzuteilen, dass in dem Bereich die über 80-Jährigen sehr zufrieden sind, die jüngeren eher weniger.

Von den insgesamt 750 bei Seniorentreffen ausgeteilten Fragebögen wurden rund 290 ausgefüllt. Eine sehr hohe Zahl, wird doch meist mit einer Rücklaufrate von zehn Prozent gerechnet.

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