Mehrheit für Räumungsgebühr

  • Patrick Dehnhardt
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Langgöns(pad). Im Langgönser Haupt- und Finanzausschuss herrschte Einigkeit darüber, dass die Gebühr für die Grabräumung bereits zu Beginn der Ruhefrist von 27 Jahren eingefordert werden soll. Die Änderung der Gebührensatzung wurde jedoch intensiv diskutiert.

Ausschussvorsitzender Jürgen Knorz (CDU) erinnerte daran, dass die Friedhofsgebühren nicht kostendeckend seien. Dies sei jedoch stets vom Parlament so gewollt gewesen. Als Beispielwerte nannte er für ein Reihengrab mit 27 Jahren Nutzungsdauer eine Verwaltungsgebühr von 500 Euro, 350 Euro für das Nutzungsrecht, 200 Euro für die Grabräumung und die derzeit anfallenden Erdaushubkosten von knapp 399 Euro. Er schlug vor, dies in einer Gebühr zusammenzufassen.

Pflege des Friedhofs enthalten

Klaus Kutt (Freie Wähler) riet dazu, es für den Bürger exakt aufzugliedern, aus welchen Teilsummen sich die Gebühr zusammensetzt. Sonst komme schnell Verdruss auf. Ähnlich sah es die Verwaltung: Peter Müller (Ordnungsamt) riet zu einer detaillierten Aufschlüsselung, da sonst eine Vielzahl von Widersprüchen zu erwarten sei. Bürgermeister Marius Reusch sprach sich für eine Gebühr aus, die auf den Bescheid genau in die einzelnen Unterposten aufgeschlüsselt werden soll.

Müller erläuterte den Begriff "Verwaltungsgebühr" genauer, da dieser "angestaubt" sei: In dieser Gebühr sei unter anderem die Pflege des Friedhofs und der Wege durch den Bauhof sowie die Abfuhr des Grünmülls enthalten.

Knorz fragte nach, ob eine Grabräumung vor Ende der Ruhefrist von 27 Jahren auch in die Satzung aufgenommen werden soll. Müller sprach sich dagegen aus. Es drohe ein Flickenteppich von bereits geräumten und noch bestehenden Gräbern. Der Pflegeaufwand für solche einzelnen Lücken sei unverhältnismäßig hoch.

Auch gegen eine kurzfristige Einführung des Wiesenerdgrabs sprach sich Müller aus. Die Verwaltung habe mit der vor allen Dingen in den USA üblichen Bestattungsform noch keinerlei Erfahrung, müsse sich erst zu dem Thema fundiert informieren. Zudem werde diese Bestattungsform bislang kaum angefragt.

Reusch riet dazu, zunächst die Gebührensatzung zu ändern, damit zum 1. Januar die Räumungsgebühr in Kraft tritt. Alle anderen Änderungen, etwa die Einführung weiterer neuer Bestattungsformen, könne man in einer weiteren Satzungsänderung berücksichtigen.

Das Thema wird in der nächsten Ausschussrunde weiter beraten.

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