Mehr Platz für Betreuung

  • Patrick Dehnhardt
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Langgöns(pad). Eigentlich sollte bereits im April die zweite Gruppe in der Kindertagesstätte in Dornholzhausen öffnen. Doch Covid-19 machte einen Strich durch die Pläne. Mit der Rückkehr zum Regelbetrieb fällt jetzt jedoch der Startschuss. "Die Betriebserlaubnis liegt vor", sagte Bürgermeister Marius Reusch dieser Tage gegenüber der Gießener Allgemeinen Zeitung.

Nun ist es nicht so, dass in den letzten Jahren der Klapperstorch in Dornholzhausen "Überstunden" gemacht hat. Die Rahmenbedingungen hätten sich verändert, erklärt Reusch: "Wir merken, dass wir von der Anzahl nicht mehr Kinder haben. Sie bleiben aber länger." Früher ging es mit drei Jahren in die Kita, heute bereits mit einem Jahr.

Umbau problemlos

Durch das Kinderförderungsgesetz (KiFöG) gilt zudem, dass beispielsweise ein Kind mit einem Jahr rechnerisch 2,5 Plätze belegt. Mit diesem Schlüssel will man die intensivere Betreuung für die Jüngsten kalkulatorisch darstellen. Dadurch sinkt allerdings die Netto-Kapazität der Gruppen.

So wie auch in anderen Kommunen wurde es darum in Langgöns notwendig, neue Kita-Plätze zu schaffen. "In Dornholzhausen war dies recht problemlos möglich", erklärt der Bürgermeister. Die Kita befindet sich in einem alten Schulgebäude, es gab dort schon einmal zwei Gruppen. Damit hielt sich der Umbaubedarf in Grenzen.

Zudem habe man im Haushalt der Gemeinde 2020 eigens 260 000 Euro eingeplant, um solche Maßnahmen zeitnah angehen zu können. Reusch: "Dieser Punkt war mir sehr wichtig."

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