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Freie Plätze verzweifelt gesucht: Die Park-and-Ride-Fläche am Langgönser Bahnhof ist regelmäßig komplett belegt.

Mehr Parkplätze am Bahnhof in Langgöns geplant

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Seit 13 Jahren gibt es Pläne, die Park-and-Ride-Fläche am Langgönser Bahnhof zu erweitern. Nun haben sich die Fraktionen auf eine Lösung geeinigt. Strommasten beeinträchtigen aber die Planung.

Am Langgönser Bahnhof sollen rund 20 neue Parkplätze entstehen. Die Fraktionen haben sich am Mittwochabend in der Sitzung des Langgönser Bauausschusses einstimmig dafür ausgesprochen.

Die Park-and-Ride-Anlage am Bahnhof soll um knapp 30 Meter in nördlicher Richtung auf beiden Seiten erweitert werden. Ein - in den vergangenen Jahren kaum genutztes - Gartengrundstück soll dafür aufgegeben werden, gegenüber sollen rund zehn Bäume für das Vorhaben gefällt werden. Die Erweiterung der Parkfläche geht auf einen Antrag der Fraktionen der CDU, der FDP und der Grünen zurück.

Zusätzliche Parkplätze am Bahnhof sind durchaus erforderlich, die Park-and-Ride-Fläche ist in der Regel mit Fahrzeugen belegt. Eine Erweiterung ist zudem seit mehr als zehn Jahren im Gespräch. Nach Fertigstellung der Lärmschutzwand und Regelung der Grundstücksgrenzen sollen nun endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden.

Es mache unterdessen wenig Sinn, die Parkfläche noch weiter in Richtung Norden auszudehnen, sagte Bürgermeister Marius Reusch. Die Parkplätze wären dann zu weit vom Zugang zu den Gleisen entfernt, Zugreisende würden dann eher an anderen Orten ihr Auto abstellen.

Versetzen der Strommasten zu teuer

Zur einer Versetzung der Strommasten der Deutschen Bahn, die eine effiziente Nutzung des Parkplatzes erschweren, wird es allerdings kaum kommen. "Pro Mast würde eine Versetzung 100 000 Euro kosten", sagte der Bürgermeister. Die Fraktionen visieren allerdings weiterhin eine Erneuerung des Wegs zum Bahnsteig Richtung Frankfurt und moderne Fahrradboxen an.

Diskutiert wurde am Mittwoch im Bauausschuss auch darüber, wie das alte Feuerwehrhaus in Niederkleen am Bürgerhaus genutzt werden soll, nachdem die Brandschützer ihr neues Domizil an der Alten Butzbacher Straße bezogen haben.

Nach einem einstimmigen Votum in dem Gremium dürfte feststehen, dass die Niederkleener Vereine in dem Gebäude eine Heimat finden. Immerhin stehen dort 105 Quadratmeter zur Verfügung. Neben einem kleinen Veranstaltungssaal gibt es dort auch eine erst vor drei Jahren eingerichtete Küche. Das Management darüber, wer dort wann Räumlichkeiten für Jahresversammlungen oder Schulungen nutzt, soll der TSV Niederkleen übernehmen. Der Vorstand des TSV wird dort ein kleines Büro für die Mitgliederverwaltung einrichten und Räume für die Lagerung von Vereinsutensilien nutzen.

Für diese Lösung haben sich auch der Niederkleener Vereinsring und der Ortsbeirat ausgesprochen. Die Nutzung wird allerdings sehr offen gestaltet. Sämtlichen Vereinen im Dorf soll die Gelegenheit gegeben werden, dort Veranstaltungen abzuhalten. Der frühere Bürgermeister Horst Röhrig hatte dazu angeregt, in den Räumlichkeiten möglicherweise auch eine Art Kreativwerkstatt oder Angebote für Demenzkranke einzurichten.

Die alte Feuerwehrhalle soll derweil der Lagerung des Kirmesinventars dienen. Allerdings müsse man bedenken, dass irgendwann auch die Sanierung des benachbarten Alten Hauses ansteht, sagte Reusch. Dann müssten für die Bewohner Flächen beispielsweise zum Unterstellen von Mobiliar eingerichtet werden.

Dem Bürgermeister schwebt außerdem vor, dass in dem alten Feuerwehrdomizil zukünftig ein Bürgerbus unterkommen und seine tägliche Tour starten könnte. Über dessen Einrichtung muss unter den Fraktionen allerdings noch diskutiert werden.

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